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Arbeitsessen mit Lawrow in Ankara: Rice kritisiert Russland in Sachen Demokratie

zuletzt aktualisiert: 06.02.2005 - 11:01

Ankara (rpo). US-Außenministerin Condoleezza Rice hat russische Versäumnisse in Sachen Demokratie gerügt. Bei einem Treffen mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Ankara machte Rice offenbar darauf aufmerksam, dass die russischen Defizite auf diesem Gebiet die Beziehungen zu den USA erschweren könnten.

Rice habe unter anderem die von der russischen Regierung betriebene Zerschlagung des Ölkonzerns Yukos, mangelnde Freiheiten im Medienbereich und die zunehmende Machtkonzentration des Kreml erwähnt, hieß es.

Weitere Themen der Unterredung waren demnach der Anti-Terrorkampf und die Bekämpfung von Aids, die Sorge um die Ausbreitung von Atomwaffen sowie der Drogenexport aus Afghanistan und die Lage im Irak. Das Gespräch diente in erster Linie der Vorbereitung des Gipfeltreffens zwischen den Präsidenten Georges W. Bush und Wladimir Putin am 24. Februar in der slowakischen Hauptstadt Bratislava.

Ankara war nach Warschau, London und Berlin die vierte Station der Antrittsreise von Rice durch Europa und den Nahen Osten. Die US-Außenministerin wollte bis Sonntag in der Türkei bleiben und von dort aus noch am selben Tag in den Nahen Osten fliegen. Vorgesehen waren dort Gespräche mit dem israelischen Regierungschef Ariel Scharon in Jerusalem und mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas in Ramallah über den Nahost-Friedensprozess. Am Montag reist Rice nach Rom weiter.

Quelle: afp

 
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