Atomstreit: Rice rechnet mit Sanktionen gegen den Iran
zuletzt aktualisiert: 11.09.2006 - 07:41Washington (rpo). US-Außenministerin Condoleezza Rice geht davon aus, dass der UN-Sicherheitsrat im Atomstreit finanzielle Sanktionen gegen den Iran verhängen wird. Einen Zwangsstopp der iranischen Ölexporte hält sie für weniger wahrscheinlich.
Das sagte Rice am Sonntag im US-Fernsehsender CNN. Allerdings könne der Zugang des Iran zu den internationalen Finanzmärkten eingeschränkt werden. So könnte das Land seine Einkünfte aus dem Ölgeschäft nicht mehr anlegen. Damit könnte die Finanzierung des iranischen Atomprogramms gekappt werden.
Sie sei "sehr, sehr sicher", dass es Sanktionen geben werde, die Teheran deutlich machen, dass es seinen bisherigen Kurs nicht beibehalten könne, sagte Rice weiter. Die fünf ständigen Mitglieder im UN-Sicherheitsrat und Deutschland hätten eine Liste möglicher Sanktionen erarbeitet, die Schritt für Schritt greifen könnten. Allerdings werde es auch weitere Gespräche mit Teheran geben, betonte die US-Außenministerin. Vor allem Russland und China stehen Sanktionen gegen den wichtigen Handelspartner Iran bisher skeptisch gegenüber.
Die iranische Führung hatte Ende August eine Frist der UNO verstreichen lassen, die ein Aussetzen der Urananreicherung fordert. Teheran beharrt auf diesem Recht und lehne Bedingungen für Gespräche ab.
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