Nach Beleidigungen: Richter protestieren gegen Berlusconi
zuletzt aktualisiert: 29.10.2009 - 11:29Rom (RPO). Die italienische Justiz wehrt sich gegen jüngste Attacken von Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Der konservative Regierungschef hatte zu Beginn der Woche gesagt, dass er aus politischen Gründen von "kommunistischen Staatsanwälten und kommunistischen Richtern in Mailand" verfolgt werde.
Die italienische Richtervereinigung wies diese Äußerungen als "haltlos und lächerlich" zurück. In ganz Italien kamen Richter zu Protestversammlungen zusammen und drohten mit Streik. Der Mailänder Staatsanwalt Alfredo Robledo sagte, wenn die Richter "rot" seien, dann vom Blut, dass sie bei der Verteidigung von Recht und Verfassung vergossen hätten.
In den meisten Verfahren gegen Berlusconi geht es um dessen geschäftliche Interessen insbesondere in der Zeit bis Mitte der 90er Jahre, als Berlusconi in die Politik ging.
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