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Früherer Gouverneur von TexaS
Rick Perry zieht sich aus US-Präsidentschaftswahlkampf zurück

Fotos: Rick Perry – US-Präsidentschafts-Kandidat 2016
Fotos: Rick Perry – US-Präsidentschafts-Kandidat 2016 FOTO: afp, rj
Washington. Als erster der bislang 17 republikanischen Präsidentschaftsbewerber zieht sich der frühere Gouverneur von Texas, Rick Perry, aus dem US-Präsidentschaftswahlkampf zurück.

"Wir haben ein überwältigendes Kandidatenfeld, vielleicht das beste seit einer Generation. Deshalb trete ich zur Seite, ich weiß, dass unsere Partei in guten Händen ist", erklärte Perry am Freitag in einer Mitteilung. So lange man der Basis gut zuhöre, werde es auch dem Konservatismus gut gehen.

Perrys Kampagne war in jüngster Zeit denkbar schlecht gelaufen, ihm fehlten massiv finanzielle Mittel, enttäuschte Unterstützer hatten sich abgewandt. Zuletzt hatte Perry angeblich die Zahlungen an Mitarbeiter seiner Kampagne in einigen Bundesstaaten eingestellt.

In den Umfragen der letzten Wochen, die bei den Republikanern allesamt deutlich vom Immobilienmogul Donald Trump angeführt werden, spielte Perry keine Rolle mehr.

Perry war auch im Wahlkampf 2012 angetreten, damals war er über eine Serie von Ausrutschern gestolpert.

Das republikanisch Bewerberfeld ist eines der größten seit vielen Jahren. Parteistrategen befürchten seit längerem, dass sich die Kandidaten gegenseitig marginalisieren und die große Zahl den parteiinternen Wahlkampf deutlich erschwert.

Lange hatte Floridas Ex-Gouverneur Jeb Bush wie der wahrscheinlichste Kandidat seiner Partei ausgesehen, doch in diesem Sommer –lange, bevor die Vorwahlen überhaupt begonnen haben – wirbelt Trump alles durcheinander.

Hillary Clintons Vorsprung schmilzt

Derweil sieht sich Ex-US-Außenministerin Hillary Clinton bei ihrer Kandidatur für die US-Präsidentschaft 2016 einer Umfrage zufolge innerparteilich wachsendem Druck ausgesetzt. Bernie Sanders, Senator aus Vermont, verringerte einer am Freitag veröffentlichten Erhebung von Reuters und Ipsos zufolge den Rückstand auf Clinton erstmals auf weniger als zehn Prozent. Für Sanders würden sich demzufolge jetzt 31 Prozent der befragten Demokraten aussprechen, für Clinton 39 Prozent.

Vor einer Woche hatte Clinton noch 20 Punkte Vorsprung gehabt. Die Ehefrau des Ex-US-Präsidenten Bill Clinton steht wegen der so genannten E-Mail-Affäre weiter unter Druck. In der vergangenen Woche hatte sie sich in der Sache erstmals entschuldigt. Clinton hat in der Zeit als US-Außenministerin von 2009 bis 2013 ihr privates E-Mail-Konto für dienstliche Zwecke genutzt.

Auf dem dritten Platz in der Umfrage liegt US-Vizepräsident Joe Biden, der auf 16 Prozent kommt. Biden hatte zuletzt offen gelassen, ob er seinen Hut in den Ring werfen wird. Der neue Präsident oder die neue Präsidentin wird im November 2016 gewählt. Barack Obama darf nach zwei Amtszeiten nicht wieder antreten.

 

(dpa/rtr)
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