Portugal: "Robin-Hood-Steuer" für Ölkonzerne
zuletzt aktualisiert: 10.07.2008 - 20:40Lissabon (RPO). Als Reaktion auf die hohen Energiepreise will Portugal seinen Ölkonzernen eine "Robin-Hood-Steuer" auferlegen. So soll die Sozialpolitik des Landes finanziert werden. Die Regierung habe einen entsprechenden Gesetzesentwurf gebilligt.
Das sagte Regierungschef José Socrates am Donnerstag vor dem Parlament. Es sei "gerecht", wenn die Mineralölkonzerne einen Beitrag zur Finanzierung von Maßnahmen leisteten, "die der Staat für diejenigen, die am meisten Hilfe brauchen, erlassen muss", fügte er hinzu.
Benannt nach dem Helden aus dem Sherwood Forest, der die Reichen beraubte, um den Armen zu geben, sollen die Konzerne künftig eine Sondersteuer von 25 Prozent auf ihre Zusatzgewinne zahlen, wie der Staatssekretär für Steuerangelegehnheiten, Carlos Lobo, der Nachrichtenagentur Lusa sagte. Die Abgabe soll anhand der Lagerbestände der Ölkonzerne berechnet werden. Solch eine "Robin-Hood-Steuer" hatte Italien im Juni beschlossen.
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