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Schauspielerin will für Grüne kandidieren: Roseanne will im US-Wahlkampf mitmischen

VON DANA SCHÜLBE - zuletzt aktualisiert: 09.02.2012 - 15:43

Washington (RPO). Der US-Wahlkampf bietet jetzt schon jede Menge interessanten Stoff angesichts zahlreicher Pannen bei den Republikanern. Nun setzt die Schauspielerin Roseanne Barr noch einen oben drauf: Sie will Präsidentin werden, verkündete sie per Twitter - und zwar für die Grünen.

Per Twitter kündigte Roseanne Barr ihre Kandidatur an. Foto: Screenshot Twitter
Per Twitter kündigte Roseanne Barr ihre Kandidatur an. Foto: Screenshot Twitter

Roseanne for Präsident - was wie ein Spaß klingt, scheint der Ex-Serienstar durchaus ernst zu nehmen. Auf Twitter verkündete sie, dass sie die nötigen Wahlunterlagen bei der Wahlkommission eingereicht habe und nun für die Grünen kandidieren werde. "Ich will keine der beiden Parteien", schreibt sie in Bezug auf die dominierenden Republikaner und Demokraten. "Die sind beide schlecht."

Und so startet Roesanne kurzerhand eine ganz eigene Wahlkampagne. In unzähligen Tweeds erklärt sie, warum sie nun Präsidentin werden will und die Grünen unterstützt. "Meine partei ist die Grüne", heißt es da etwa. Oder auch: "Es ist meine Hoffnung, dass die Amerikaner mehr als zwei Parteien haben werden, aus denen sie wählen können - und die dritte große Kraft die Grünen sein werden."

Liest man ihre Tweets, dann könnte man durchaus denken, die Schauspielerin meint es ernst mit ihrer Kandidatur. Denn sie erklärt, dass sie die Fragen ihrer Anhänger in einem Videoblog beantworten will und dort auch ihr Programm erklären will. Auch bei diesem hat sie schon konkrete Vorstellungen.

So schreibt sie etwa, dass alle sozialen Programme wieder eingeführt werden sollen, dass sie die Soldaten im Krieg wieder nach Hause bringen will. "In jeder Rede soll es um das Klassensystem gehen und darum, wie man den Kapitalismus ändert", notiert sie weiter. Auch die Gleichstellung von Homosexuellen, die Legalisierung von Marihuana oder die Entmachtung der Fed macht sie zum Thema.

Allerdings ist nicht anzunehmen, dass sich Roseanne Barr wirklich Chancen ausrechnet. Denn sie schreibt auch, dass sie ein Team-Player für die Grünen sein will. Und dass sie glaube, dass eher die Ärztin Jill Stein Kandidatin der Partei werde. Und die werde sie dann auch nach Kräften unterstützen. Roseanne nutzt einfach ihre Popularität, um die Grünen zu unterstützen und um auf Missstände in der amerikanischen Politik hinzuweisen.

Quelle: das/felt/top

 
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