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Luftangriffe
44 Zivilisten bei russischen Angriffen in Syrien getötet

Russischer Angriff in Syrien: 44 Zivilisten getötet
Ein russischer Kampfjet vom Typ MiG 29. FOTO: dpa, axs
Beirut. Zahlreiche Zivilisten sind bei mutmaßlich russischen Luftangriffen in Syrien ums Leben gekommen: Mehrere von der IS-Miliz kontrollierte Gebiete sind aus der Luft bombardiert worden - dabei gab es 44 zivile Todesopfer. 

Bei mutmaßlich russischen Luftangriffen im Norden und Osten Syriens sind laut Aktivisten mindestens 44 Zivilisten getötet worden. Mehrere Dörfer der Provinz Deir Essor sowie ein Bezirk der gleichnamigen Provinzhauptstadt, die von der Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) kontrolliert werden, seien am Mittwoch aus der Luft bombardiert worden, erklärte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Donnerstag.

Demnach wurden dabei 29 Zivilisten getötet, darunter neun Frauen und drei Kinder. Bei einem Angriff auf die ebenfalls von den Dschihadisten kontrollierte Stadt Al-Bab in der nördlichen Provinz Aleppo habe es 15 zivile Opfer gegeben, darunter fünf kleine Brüder. Die oppositionsnahe Organisation mit Sitz in Großbritannien bezieht ihre Informationen von Aktivisten in Syrien. Zumeist sind ihre Angaben für Medien nicht zu überprüfen.

Russland fliegt seit Ende September Luftangriffe zur Unterstützung von Präsident Baschar al-Assad gegen die IS-Miliz und andere Rebellengruppen. Laut der Beobachtungsstelle wurden dabei mehr als 3000 Menschen getötet, davon 40 Prozent Zivilisten. Die Organisation gibt an, die russischen Luftangriffe von jenen der Regierungstruppen sowie der US-geführten Koalition anhand der eingesetzten Munition und Flugzeuge unterscheiden zu können.

(jf/AFP)
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