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Regierung beklagt massive Attacken: Russischer Cyber-War gegen Estland?

zuletzt aktualisiert: 17.05.2007 - 20:47

Tallinn (RPO). Estland wirft der russischen Regierung vor, an Internet-Angriffen auf estnische Websites beteiligt zu sein. Das Land drängt darauf, dass die Internet-Attacken auch beim EU-Russland-Gipfel in Samara zur Sprache kommen.

Der estnische Verteidigungsminister Jaak Aaviksoo sagte am Donnerstag in Tallinn, er habe mit seinen Kollegen in der EU darüber gesprochen und gehe davon aus, dass dieses Thema auf der Konferenz angesprochen werde.

Seit der Verlegung des sowjetischen Kriegerdenkmals an den Rand der Hauptstadt Tallinn ist es zu massiven Attacken auf estnische Web-Sites gekommen. Dabei seien in einigen Fällen auch IP-Adressen russischer Regierungsbehörden festgestellt worden, sagte Aaviksoo am Donnerstag der Nachrichtenagentur AP.

"Das ist kein ausreichender Beweis für eine Beteiligung der Regierung, aber deutet auf die Möglichkeit hin", sagte der Minister. Insgesamt seien mehr als eine Million Computer in aller Welt für die Attacken eingesetzt worden. Der russische Regierungssprecher Dmitri Peskow hat die Vorwürfe aus Estland schon früher zurückgewiesen und erklärt, möglicherweise seien IP-Adressen gefälscht worden.

Als Ziele der Attacken nannte Aavikso Regierungsstellen und Unternehmen, darunter auch die sechs großen Banken des baltischen Landes. Bei den Angriffen handelte es sich um "DoS-Attacken", bei denen Web-Server mit einer Flut unsinniger Datenanfragen überschwemmt und auf diese Weise lahm gelegt werden.

Quelle: ap

 
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