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Russland-Affäre
Trump-Firma plante im Wahlkampf Bauprojekt in Moskau

Russland-Affäre: Firma von Donald Trump plante im Wahlkampf Bauprojekt in Moskau
Donald Trump verfolgte im Wahlkampf Pläne für ein Bauprojekt in Moskau (Archiv). FOTO: dpa, AB hjb
Washington. US-Präsident Trump wollte ein Hochhaus in Moskau errichten lassen. Diese Nachricht könnte den Sonderermittler Mueller auf den Plan rufen, hat Trump doch stets erklärt, er unterhalte keine Geschäftsbeziehungen nach Russland.

US-Präsident Donald Trump hat im Wahlkampf Pläne für ein Bauprojekt in Moskau verfolgt. Trumps Anwalt Michael Cohen erklärte, die Pläne für einen Trump Tower dort seien aus geschäftlichen Gründen aufgegeben worden. Er bestätigte Medienberichte, wonach er im Rahmen des Projekts eine E-Mail an den Sprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin schickte.

Cohen nannte Einzelheiten des Vorhabens in einer Stellungnahme an den Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses. Der Ausschuss prüft wie der Sonderermittler Robert Mueller eine mögliche russische Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016 und mögliche Absprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland. Der Nachrichtenagentur AP lag die Stellungnahme am Montag vor.

Cohen erklärte darin, er habe gemeinsam mit Felix Sater, einem in Russland geborenen Partner mit nach eigenen Angaben guten Verbindungen nach Moskau, an dem Immobilienprojekt gearbeitet. Diskutiert wurde das Projekt im Herbst 2015, also nachdem Trump seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner verkündet hatte. Die Planungen endeten Anfang 2016, nachdem Cohen zu dem Schluss gekommen war, dass das Projekt nicht umsetzbar sein würde, wie er erklärte. Trump habe von dem Projekt gewusst, habe eine Absichtserklärung unterzeichnet und mit Cohen bei zwei weiteren Gelegenheiten darüber gesprochen.

Die Trump Organization teilte mit, der Lizenzverkauf sei nicht sehr weit vorangeschritten. Es habe keinen Bauplatz für das Vorhaben oder finanzielle Vereinbarungen gegeben. Geld sei nicht geflossen.

Die "New York Times" berichtete am Montag über eine E-Mail, in der Sater offenbar damit prahlte, das Immobiliengeschäft könne Trump helfen, zum Präsidenten gewählt zu werden. "Unser Junge kann Präsident der USA werden und wir können das arrangieren", schrieb Sater der Zeitung zufolge.

(wer/ap)
 
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