kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Medwedew will auf Augenhöhe mitreden: Russland verlangt Gleichebrechtigung in Europa

zuletzt aktualisiert: 07.11.2009 - 14:22

Berlin (RPO). Zwei Jahrzehnte nach der politischen Wende in Europa hat Russlands Präsident Dmitri Medwedew eine gleichberechtigte Stellung seines Landes eingefordert. "Nachdem der Warschauer Vertrag verschwunden war, hofften wir auf einen höheren Grad der Integration. Aber was haben wir bekommen? Nichts von dem, was uns zugesichert worden ist", sagte Medwedew.

Nach Ansicht des russischen Präsidenten gelten in seinem Land die gleichen Werte wie im Westen. "Ich sehe keinen großen Unterschied in Sachen Freiheit und Menschenrechte", sagte Medwedew dem "Spiegel". Vor allem die neuen EU-Mitglieder seien in politischer Kultur und wirtschaftlicher Entwicklung "keinen Deut besser als wir", fügte Medwedew hinzu, der am Montag an den Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Berliner Mauerfalls teilnimmt.

Der Unterschied zu Russland bestehe in der Größe des Landes und der Tatsache, dass Moskau Atomwaffen besitze. Russland wolle eine neue europäische Sicherheitsordnung, in der Nato- und Nicht-Nato-Mitglieder ihre brennendsten Probleme erörtern können - "einen universellen Mechanismus, um innereuropäische Meinungsverschiedenheiten zu klären".

"Es ist völlig falsch zu sagen: Hier ist das einheitliche Europa, in dem die Demokratie bereits verwirklicht ist, und dort das finstere ungebildete Russland, das man noch nicht nach Europa hineinlassen kann", sagte Medwedew.

In die Bemühungen Russlands und der USA um eine Abrüstung der Atomwaffen sei auch dank des Engagements von US-Präsident Barack Obama wieder Bewegung gekommen. "Wir haben in jüngster Zeit ein recht ordentliches Tempo vorgelegt", sagte Medwedew und erwartet, dass Ende des Jahres ein rechtlich verbindliches Dokument unterzeichnet werden könnte.

In Afghanistan sieht Medwedew die Gefahr, dass der Westen dasselbe Schicksal wie die Sowjetunion erleiden könnte, die 1989 nach neun Jahren Krieg geschlagen abziehen musste. "Hilft die westliche Allianz Afghanistan nicht, einen funktionierenden Staat aufzubauen, gibt es nie Stabilität - wie viele ausländische Truppen man auch immer dorthin bringt", sagte er.

Quelle: RTR/awei

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Hollande schließt Militäreinsatz nicht aus

Syrien

Hollande schließt Militäreinsatz nicht aus

Nach dem Massaker von Hula schließt der französische Präsident François Hollande eine UN-mandatierten Militäreinsatz in Syrien nicht aus. mehr 

Betreuungsgeld

FDP will keine weiteren Zugeständnisse machen

FDP-Generalsekretär Patrick Döring schließt weitere Ausgaben für die Familienpolitik nach der Einführung des umstrittenen Betreuungsgeldes a ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services