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Dass Wladimir Putin wieder der neue Hausherr im Kreml wird, daran besteht trotz der Protestbewegung gegen ihn kaum ein Zweifel. Bei dem Urnengang um das Präsidentenamt trifft er am 4. März auf vier Kontrahenten, darunter mehrere Altbekannte. Wir stellen die Kandidaten der Wahl vor.
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Wladimir Putin: Nach seinem vierjährigen Intermezzo als Ministerpräsident drängt der harte Mann Russlands zurück an die Staatsspitze. Noch 1999, als der damalige Staatschef Boris Jelzin den einstigen KGB-Agenten zu seinem Regierungschef und Kronprinzen machte, war Putin ein politischer Niemand. Als Chef des Inlandsgeheimdienstes FSB verfügte er aber über beste Kontakte in die Sicherheitsapparate, auf denen er seine Macht nach seinem Einzug im Kreml im Jahr 2000 aufbaute. Nach zwei Amtszeiten installierte er dort Dmitri Medwedew als Platzhalter, da ihm die Verfassung keine drei Amtszeiten in Folge gestattete. Wegen der nun geplanten Ämter-Rochade sieht sich der 59-Jährige derzeit der stärksten Protestbewegung seit seiner ersten Wahl zum Präsidenten gegenüber.
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Michail Prochorow: Der schwerreiche Unternehmer ist ein Neuling auf der politischen Bühne. Prochorows Weg in die Politik stieß vergangenes Jahr angesichts des Umgangs der Staatsspitze mit dem kremlkritischen Oligarchen Michail Chodorkowski auf großes Medieninteresse. Im Sommer ließ sich Prochorow - offenbar mit Rückendeckung aus dem Kreml - an die Spitze der kleinen Rechtspartei Gerechte Sache wählen, bevor er dort drei Monate später schon wieder aus dem Amt gedrängt wurde. Viele Russen sehen in Prochorow eine Marionette des Kreml. Eine ernstzunehmende Gefahr stellt der 46-Jährige für Putin jedenfalls nicht dar, weil Oligarchen, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion reich geworden sind, bei der Bevölkerung ohnehin nicht wirklich punkten können.
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Gennadi Sjuganow: Die Gegner des Kommunistenchefs meinen, der 67-Jährige fühle sich in der Opposition sowieso am wohlsten. Doch Sjuganow will es auch bei diesen Präsidentschaftswahlen wieder wissen. Er trat bereits in den Jahren 1996, 2000 und 2008 zur Präsidentschaftswahl an. 2004 hatte er angesichts der Allmacht Putins auf eine Kandidatur verzichtet. Sjuganow gehörte früher dem Politbüro der Kommunistischen Partei der Sowjetunion an und führt seit Anfang der 1990er Jahre die Nachfolgepartei in Russland. Seine Kommunisten sitzen als größte Oppositionspartei in dem von der Kreml-Partei Einiges Russland dominierten Parlament. Für den Fall einer Stichwahl gilt Sjuganow laut Umfragen als wahrscheinlichster Gegner Putins.
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Wladimir Schirinowski: Der Ultranationalist der Liberaldemokratischen Partei gilt als Provokateur und Populist auf der politischen Bühne Russlands. Schirinowski tritt für einen starken Staat ein, in dem Recht und Ordnung herrschen, und war ebenfalls bereits mehrfach Präsidentschaftskandidat. Er genießt wegen seiner provokanten Sprüche und teilweise aufbrausenden Art seit Jahren Popularität - wenn auch keine besonders große. Seine schrillen und populistischen Äußerungen brachten Schirinowski in der Vergangenheit aber nicht nur Aufmerksamkeit, sondern auch schon jede Menge Ärger ein. So wurde er unter anderem im Frühjahr 2010 zu einer Schadenersatzzahlung verurteilt, weil er die Verwaltung der russischen Hauptstadt als "Moskauer Mafia" bezeichnet hatte.
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Sergej Mironow: Der 59-Jährige geht für die kremlnahe Partei Gerechtes Russland in das aussichtslose Rennen um das Amt des Präsidenten. Die Partei beschreibt sich als sozialdemokratisch und wurde vor rund sechs Jahren aus drei Putin-freundlichen Parteien gegründet. Für eine dieser Gründungsparteien, die Partei des Lebens, war Mironow 2004 als Präsidentschaftskandidaten gegen Putin angetreten. Allerdings sah er in sich selbst weniger einen Herausforderer des damaligen Präsidenten. Er gab seiner Bewerbung ums höchste Amt im Staate damals einen bizarren Beigeschmack, als er erklärte, dass er eigentlich für Putin sei und nur aus formalen Gründen kandidiere.