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Hinrichtung innerhalb von 30 Tagen: Saddam droht ein qualvoller Tod

zuletzt aktualisiert: 28.12.2006 - 12:33

Bagdad (RPO). Der irakische Ex-Diktator Saddam Hussein wartet in einer Gefängniszelle auf den Tod. Innerhalb von 30 Tagen soll er gehenkt werden. Wie in vielen islamischen Ländern ist im Irak eine besonders schmerzhafte Art der Exekution üblich: Der Todeskandidat bricht sich nicht das Genick, sondern muss langsam ersticken.

Wie die "Bild"-Zeitung berichtet, befindet sich der Ex-Diktator zur Zeit in einem streng bewachten Geheimgefängnis nahe Bagdad. Als Henkersmahlzeit wünscht er sich britischen Medienberichten zufolge Pizza oder Hamburger.

Der 69-Jährige muss jeden Tag mit seinem Tod rechnen: Nach irakischem Recht muss das Urteil innerhalb von 30 Tagen vollstreckt werden. Doch ebenso gut könnte Saddam schon bedeutend früher hängen.

Der Ex-Diktator muss laut "Bild" damit rechnen, langsam und qualvoll zu ersticken. In westlichen Ländern ist es üblich, dem Delinquent ein langes Seil um den Hals zu legen. Wenn er in die Tiefe stürzt, reichen der Fallweg und das Gewicht des eigenen Körpers aus, um ihm das Genick zu brechen.

In islamischen Ländern verwenden die Henker dagegen meist ein kurzes Seil, das straff angezogen wird. Die Folge: Ein oft minutenlanger Todeskampf.

Der Vatikan hat das Todesurteil kritisiert. Diese Strafe widerspreche der Lehre der katholischen Kirche, sagte Kardinal Renato Martino der Zeitung "La Repubblica" vom Donnerstag. Das Leben müsse bis zu seinem "natürlichen" Ende geschützt werden. "Die Todesstrafe ist kein natürlicher Tod."

Eine Hinrichtung Saddam Husseins hieße, ein Verbrechen mit einem anderen Verbrechen zu bestrafen. Martino äußerte die Hoffnung, dass die Todesstrafe nicht vollstreckt wird.


 
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