US-Geheimdienstbericht: Saddam Hussein hatte nie Verbindungen zu Al Qaida
zuletzt aktualisiert: 08.09.2006 - 21:03Washington (rpo). Der frühere irakische Staatschef Saddam Hussein hat nie Kontakte zum Terror-Netzwerk Al Qaida unterhalten. Das hat eine Untersuchung des US-Geheimdienstes ergeben. Hussein habe kein Vertrauen in Al Qaida gehabt und islamistische Extremisten als Bedrohung für seine Führung gesehen, heißt es in einem Geheimdienstbericht.
Saddam Hussein habe jegliche Anfragen von El Kaida zur materiellen und logistischen Unterstützung zurückgewiesen, hieß es am Freitag in dem Bericht des US-Geheimdienstausschusses im Senat. Die US-Regierung hatte in der Vergangenheit mehrfach auf entsprechende Verbindungen hingewiesen und den Krieg gegen Irak unter anderem damit gerechtfertigt.
In dem Bericht des Senats stellen die Senatoren zudem fest, dass die irakische Führung kein aktives Atomprogramm und auch kein mobiles Labor zur Herstellung biologischer Waffen gehabt habe. Die Regierung habe Geheimdienstinformationen nicht so genutzt, wie sie es hätte tun sollen, nämlich "um Entscheidungsträger zu informieren", urteilte die Nummer zwei des Ausschusses, der Demokrat John Rockefeller. Die Verantwortlichen hätten vielmehr Hinweise "ausgewählt, übertrieben oder verschwiegen", um ihre Entscheidung zum Krieg gegen den Irak zu rechtfertigen, die sie ohnehin schon gefasst gehabt hätten.
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