Der Irak befindet sich auf dem besten Weg in die Anarchie.
Ein Anschlag auf eines der bedeutendsten schiitischen Heiligtümer, die Goldene Moschee im irakischen Samarra, hat die schiitischen Gläubigen im Irak entsetzt.
Am Folgetag wurden Rachechöre skandiert. Der Anschlag war allem Anschein nach eine gezielte Provokation.
An einem Tag kamen bei den Unruhen etwa 130 Menschen ums Leben, vermutlich alle Sunniten.
Unter den Opfern auch Atwar Bahjat al-Samerai, prominente und engagierte Reporterin des arabischen Nachrichtensenders Al Dschasira. Die Journalistin wurde von der aufgebrachten Menge aus dem Auto gezerrt und ermordet.
Die sunnitischen Moscheen stehen unter strenger Bewachung.
Die Regierung verhängte eine Ausgehsperre.
Die Führer der Religionsgruppen versuchen zu beschwichtigen. Ob ihre Worte in der Progromstimmung Gehör finden, ist ungewiss.
Am Vortag die gezielte Provokation, der Anschlag auf die Goldene Moschee. Iraker besichtigen die Ruinen der Goldenen Moschee.
Kopien des Koran werden aus der zerstörten Moschee gerettet.
Ein Iraker starrt fassungslos auf die Überreste des schiitischen Heiligtums.
Wertvolle Fliesenmosaike sind unwiederbringlich zerstört.
Vor dem Eingang der Moschee demonstrieren Gläubige.
In der Moschee sitzt ein trauriger Iraker, rot im Gesicht von den Spuren der Selbstgeißelung.
Kinder und Jugendliche klettern über die Trümmerhaufen.
Ein Luftbild der US Army zeigt die Moschee nach ihrer Zerstörung von oben.
Die große Kuppel starrt offen in den Himmel.