kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Panorama Mahmoud Ahmadinejad
  Foto: Mehr News Agency, AP
Kommentare ()

Urananreicherung: Sanktionen sollen Iran unter Druck setzen

zuletzt aktualisiert: 07.02.2010 - 18:23

München (RPO). Die vorgebliche Kompromissbereitschaft der vergangenen Tage war offenbar nur Taktik: Mit seiner Ankündigung, höher angereichteres Uran im eigenen Land herzustellen, schreckt Iran den Westen auf. Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg reagiert erbost, Außenminister Westerwelle spricht von Sanktionen.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle sagte, er habe deutsche Wirtschaftsvertreter bereits auf mögliche Sanktionen gegen Iran vorbereitet. Mit Hinweis auf Ahmadinedschads Drohungen zur Vernichtung Israels warnte der FDP-Chef, iranische Atomwaffen würden die gesamte Region destabilisieren und ein weltweites nukleares Wettrüsten auslösen.

Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) hat erbost auf die Ankündigung des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad reagiert, Teheran wolle nun doch selbst Uran anreichern. Dies zeige, dass die ausgestreckte Hand des Westens vom Iran "nicht nur nicht ergriffen, sondern weggeschlagen wird", sagte Guttenberg am Sonntag am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz.

Nun sei der Uno-Sicherheitsrat gefragt, darauf zu reagieren. Dabei könne es auch sein, "dass die Sanktionsschraube angezogen werden muss". Guttenberg appellierte an Russland und China, sich notwendigen Maßnahmen im UN-Gremium nicht zu verweigern. Dem Iran müsse "deutlich gemacht werde, dass die Geduld nun wirklich am Ende ist", sagte der CSU-Politiker.

Gates fordert Härte gegenüber Iran

US-Verteidigungsminister Robert Gates forderte die internationale Gemeinschaft zu mehr Härte gegenüber dem Iran auf. Die internationale Gemeinschaft müsse "gemeinsam Stellung beziehen, um Druck auf die iranische Regierung auszuüben", sagte Gates am Sonntag in Rom nach einem Gespräch mit seinem italienischen Kollegen Ignazio La Russa. Er reagierte damit auf die Anweisung von Präsident Mahmud Ahmadinedschad an seine Atomexperten, mit der Produktion höher angereicherten Urans zu beginnen.

Die internationale Gemeinschaft habe Teheran "zahlreiche Gelegenheiten" gegeben, die Ziele seines Atomprogramms transparent zu machen, sagte Gates. "Die Ergebnisse waren sehr enttäuschend", fügte er hinzu. Wenn die internationale Gemeinschaft zusammenarbeite und Druck auf Teheran ausübe, dann, "glaube ich, bleibt immer noch Zeit, damit Sanktionen und Druck Wirkung zeigen können. Aber wir müssen alle zusammenarbeiten", forderte Gates.

Der Leiter der Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sagte zu Ahmadinedschads Ankündigung: "Ich interpretiere das als eine Drohung." Damit mache der Iran einen Schritt weg von einer Lösung des Streits um das Atomprogramm des Landes auf dem Verhandlungsweg.

Seit Jahren streiten sich der Westen und der Iran darüber, wie dem Land eine zivile Nutzung der Atomenergie ermöglicht werden kann, ohne es mit waffenfähigem Nuklearmaterial zu versorgen. Der jüngste Kompromissvorschlag des Westens bietet an, Kernbrennstäbe aus dem Ausland zu liefern, wenn Iran dafür auf eine eigene Urananreicherung verzichtet.

Irans Außenminister Manuchehr Mottaki hatte am Samstag auf der Sicherheitskonferenz beteuert, man sei dazu prinzipiell bereit. Guttenberg sprach am Sonntag von einem "Schauspiel" des Iran, das nun lange genug aufgeführt worden sei.

Quelle: DDP/RTR/sdr

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Eurogruppe prüft Athens Sparpaket

Griechenland wartet auf Hilfszahlungen

Eurogruppe prüft Athens Sparpaket

Die Finanzminister der Eurogruppe haben am Donnerstagabend mit der Prüfung eines griechischen Sparpakets begonnen. mehr 

Staatsanwalt kann weiter gegen Linke ermitteln

Immunität aufgehoben

Staatsanwalt kann gegen Linke ermitteln

Zwei Bundestagsabgeordnete der Linken müssen sich weiteren staatsanwaltlichen Ermittlungen stellen. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Griechenland wartet auf Hilfszahlungen

Eurogruppe prüft Athens Sparpaket

Radikaler Islamist auf freiem Fuß

Briten empört über Hassprediger

Affäre um den Bundespräsidenten

Neue Rücktrittsforderungen gegen Wulff

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Deutscher gewinnt New Yorker Treppenlauf

Der 27-jährige Thomas Dold aus Baden-Württemberg war beim berühmten Treppenlauf des Empire State Building zum siebten Mal in Folge der ... mehr 

In Großbritannien streiten Parteien über die Freilassung des Hasspredigers Abu Qatada.

Radikaler Islamist auf freiem Fuß

Briten empört über Hassprediger

Der Tory-Hinterbänkler Jason McCartney will 50 Pfund aus eigener Tasche bezahlen, wenn seine Regierung den „gefährlichen Terroristen“ abschiebt. Andere Parlamentarier versprechen der Innenministerin Theresa May den Titel „Nationalheldin“, wenn sie ... Von ALEXEI MAKARTSEV   mehr 

 

Schauspielerin will für Grüne kandidieren

Roseanne will im US-Wahlkampf mitmischen

 

Danny Dayem filmt aus der Protesthochburg

Syrischer Blogger zeigt die Schrecken von Homs

 

UN erwägt Beobachtermission

Assad lässt weiter töten

 

Asma al Assad - Syriens Präsidentengattin

Die Schöne an der Seite des Diktators

 

Unruhen auf den Malediven

Gewalt und Randale nach Regierungswechsel

Top-Services