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Wahlkampf-Kosten: Sarkozy gab 34.445 Euro für Schminke aus

zuletzt aktualisiert: 18.01.2008 - 21:44

Paris (RPO). Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy hat sich sein gutes Aussehen im Wahlkampf einiges kosten lassen: Insgesamt gab es für Schminke und Schönheitspflege 34.445 Euro aus.

Die Prüfer bei der für Wahlkampfkostenprüfung zuständigen Kommission fanden das "offensichtlich übertrieben" und reduzierten den geltend gemachten Betrag auf ein Drittel. Die Zeitung "Le Parisien" zitierte ein ungenanntes Kommissionsmitglied mit der Angabe, Sarkozy habe auf manchen Rechnungen einen Stundenlohn von 450 Euro für das Make-up geltend gemacht.

Mehr als Sarkozy gab für Schminke und Friseurbesuche mit 51.659 Euro nur noch seine Hauptrivalin Ségolène Royal von der Sozialistischen Partei aus. Auch hier setzten die Kontrolleure den Rotstift an und strichen auf ein Drittel des Betrages zusammen. Insgesamt gab Sarkozy für den monatelangen Wahlkampf vor der Stichwahl gegen Royal am 6. Mai rund 20,9 Millionen Euro aus, während die Sozialistin auf etwa 300.000 Euro weniger kam.

Als nicht wahlkampfrelevant strichen die Bilanzprüfer dem Präsidenten auch 50.073 Euro aus der Kostenaufstellung, die als "Frühstücke, Mittagessen, Mahlzeiten in der Wahlkampfzentrale und Essen in der Nähe" angegeben waren. Auch dass Sarkozy bei einem Flug zu einer Wahlkampfveranstaltungen für "eine ihn unterstützende Persönlichkeit" einen Umweg über den Atlantik-Badeort Biarritz machte, gefiel den Kontrolleuren nicht, weshalb sie 3100 Euro abzogen.

Anders als Sarkozy versuchte Royal auch "Frequenzdetektoren" abzusetzen, die offenbar dazu dienten, versteckte Mikrofone in ihrer Wahlkampfzentrale aufzuspüren. Die Kostenprüfer sahen darin aber "keine Ausgabe, die spezifisch dazu dient, Wählerstimmen zu erhalten".

An anderer Stelle setzten sie Royals Ausgaben dagegen sogar deutlich nach oben: Die Sozialistin hatte demnach vergessen, "bestimmte Arbeitgeber- und Lohnabgaben" anzugeben.

Quelle: afp

 
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