Der französische Staatspräsident Nicolas Sarkozy hat in einem großen TV-Interview zum Gegenschlag ausgeholt und sich gegen Vorwürfe in der Affäre Bettencourt zur Wehr gesetzt.
Sarkozy bezeichnete die Vorwürfe als "Verleumdung, eine Kampagne", um seine Regierung zu diskreditieren. Das Interview fand auf der Terrasse des Elysée-Präsidentenpalastes statt, alle Themen waren abgesprochen, alles war perfekt vorbereitet, um Sarkozy gut aussehen zu lassen.
Im Hintergrund leuchteten die Abendsonne und der grüne Garten, dazu zwitscherten die Vögel.
David Pujadas, den Journalisten des staatlichen Fernsehsenders "France 2", ließ Sarkozy zeitweise wie einen Schuljungen aussehen.
Sarkozy kämpft gegen drastisch gesunkene Umfragewerte. Der französische Präsident ist derzeit so unpopulär wie noch nie zuvor. In Umfragen erklärten 68 Prozent der Franzosen, sie seien mit seiner Politik unzufrieden. Einer Gründe: die anstehende Rentenreform. Sie sieht eine Erhöhung des gesetzlichen Rentenalters von derzeit 60 auf 62 Jahre vor.