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Erneute OP: Scharon außer Lebensgefahr

zuletzt aktualisiert: 11.02.2006 - 16:42

Jerusalem (rpo). In einer Notoperation ist dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Scharon am Samstag ein Teil des Darmes entfernt worden. Die Ärzte äußerten sich zufrieden mit dem Verlauf der Operation. Scharon sei außer Lebensgefahr.

Nach der Operation wurde Scharon wieder auf die Intensivstation gebracht. Mor-Josef sagte, der Zustand des 77-Jährigen sei kritisch, aber stabil und es gebe "keine unmittelbare Gefahr für sein Leben". Scharon wird seit einem schweren Schlaganfall vom 4. Januar in der Hadassah-Klinik im Koma. Am 1. Februar war ihm eine Magensonde gelegt worden, um ihn künstlich zu ernähren.

Die Entscheidung zur Notoperation fiel, nachdem eine Computertomographie eine Durchblutungsstörung in Scharons Verdauungssystem zeigte, wie eine Sprecherin des Hadassah-Krankenhauses, Jael Bossem-Levi, vor dem Eingriff mitteilte. Der Verdauungstrakt sei bereits schwer geschädigt. Es bestehe das Risiko einer Nekrose, einem Absterben des Gewebes in Scharons Eingeweiden.

"Das Leben Scharons ist in Gefahr", Bossem-Levi. Sein Zustand sei sehr ernst. Die Operation begann gegen 11.30 Uhr (Ortszeit; 10.30 MEZ). Scharons Söhne Omri und Gilad eilten ins Krankenhaus. Wenig später trafen auch zwei Berater des Regierungschefs, Dov Weissglass und Lior Horev, sowie sein Bürochef Ilan Cohen in der Klinik ein.

Nach Ansicht von Experten sind die Chancen, dass Scharon wieder das Bewusstsein erlangt, gering. Die Amtsgeschäfte führt der bisherige Vizeregierungschef Ehud Olmert.

Quelle: ap

 
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