G8-Gipfel: Schröder für schärfere Hedge-Fonds-Regeln
zuletzt aktualisiert: 04.07.2005 - 13:31Berlin (rpo). Das Thema Hedge-Fonds und ihre Auswirkungen auf Unternehmen und Volkswirtschaften wird auch auf dem G8-Gipfel ab Mittwoch im schottischen Gleneagles eine Rolle spielen. Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) werde die Problematik dort ansprechen, sagte der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Bernd Pfaffenbach.
Allerdings sei das Treffen der Staatschefs der sieben wichtigsten Industrienationen und Russlands "kein Hedge-Fonds-Gipfel". Es werde keinen Beschluss geben.
Die Bundesregierung sei nicht generell gegen Hedge-Fonds, betonte Pfaffenbach, der auch Beauftragter für die Weltwirtschaftsgipfel ist. Es gehe vielmehr darum, die Regeln für Hedge-Fonds in den G8-Staaten zu harmonisieren und für mehr Transparenz zu sorgen. Dabei schwebten Schröder allerdings "keine scharfen Instrumente" vor.
Die Bundesregierung prüft seit Mitte Mai schärfere Regeln gegen Hedge-Fonds. Das sind Kapitalfonds, die nicht in Aktien, sondern in Optionen, Terminkontrakte und ähnliche hochspekulative Produkte investieren. Die Anlageform war durch die von SPD-Chef Franz Müntefering angestoßene Kapitalismusdebatte in die Kritik geraten. So wird der steigende Ölpreis auch mit Spekulationen von Hedge-Fonds in Verbindung gebracht.
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