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Rede in Cambridge: Schuh-Attacke auf Chinas Staatschef

zuletzt aktualisiert: 02.02.2009 - 20:22

Cambridge (RPO). Der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao ist am Montag bei einer Rede in der englischen Universität Cambridge mit einem Schuh beworfen worden. Der Demonstrant verfehlte den Politiker und wurde festgenommen.

Wen ließ sich durch den Vorfall nicht weiter aus der Ruhe bringen. Nach einer Pause von nur wenigen Sekunden setzte er seine Rede fort. Einer seiner Mitarbeiter betrat ruhig die Bühne, sammelte den grauen Sportschuh auf und entfernte ihn.

Der Demonstrant hatte die Rede zunächst von einer der hinteren Reihen verfolgt. Plötzlich sprang er auf und rief: "Wie könnt ihr dem nur unbeteiligt zuhören?" Ein Ordner führte den Mann ab, die Polizei nahm ihn wegen Störung der öffentlichen Ordnung fest und brachte ihn zum Verhör auf eine Wache, wie eine Sprecherin mitteilte.

"Die Universität ist ein Ort von Diskussionen, Debatten und wohlüberlegte Argumente, nicht aber fürs Schuhwerfen", sagte Universitätssprecher Tim Holt.

Wen hält sich derzeit zu einem dreitägigen Besuch in Großbritannien auf. Im Mittelpunkt der Gespräche mit der Regierung stehen dabei die Wirtschaftsbeziehungen.

Der Vorfall erinnert an den Besuch des früheren US-Präsidenten George W. Bush in Bagdad, der dort im Dezember von einem Reporter während einer Pressekonferenz mit einem Schuh beworfen wurde. Der Journalist Mutadhar al Seidi wartet derzeit in Untersuchungshaft in Bagdad auf den Beginn seines Prozesses wegen eines Angriffs auf einen ausländischen Staatschef.

Quelle: AP

 
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