Auf Anordnung von Bush: Schwarzenegger macht Grenze zu Mexiko dicht
zuletzt aktualisiert: 02.06.2006 - 17:40San Francisco (rpo). Der "Terminator" beugt sich dem Willen seines Chefs: 17 Tage lang hat sich der kalifornische Gouverneur Arnold Schwarzenegger geziert - nun muss er auf Drängen von US-Präsident George W. Bush die Grenze zu Mexiko dichtmachen. Bush will die Nationalgarde zum Aufspüren von illegalen Einwanderern einsetzen und verlangt auch Unterstützung aus Kalifornien.
Der frühere Hollywood-Schauspieler hatte den Plan von US-Präsident George W. Bush, an der 3.000 Kilometer langen Grenze zu Mexiko bis 2008 etwa 6.000 Mitglieder der Nationalgarde einzusetzen, zunächst mit Skepsis betrachtet.
Wie Schwarzenegger am Donnerstag vor Journalisten erklärte, stimmte er nun unter der Bedingung zu, dass die Soldaten von der Bundesregierung bezahlt würden und pünktlich am 31. Dezember 2008 ihren Dienst beendeten. Zudem soll es sich nur um Freiwillige handeln. Die Bundesregierung werde die gesamten Kosten für die 1000 Mann aus Kalifornien übernehmen, erklärte der Sprecher Schwarzeneggers am Donnerstag in Sacramento.
Etwa ein Drittel der kalifornischen Bevölkerung stammt aus Mexiko und anderen lateinamerikanischen Staaten. Mit schätzungsweise 2,4 Millionen illegal eingewanderten Ausländern liegt Kalifornien zudem an der Spitze der US-Staaten, was die illegale Einwanderung angeht.
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