US-Studie: Schwere Menschenrechtsverletzungen nach Tsunami
zuletzt aktualisiert: 19.10.2005 - 08:28Los Angeles (rpo). Einer US-Studie zufolge ist es nach der Tsunami-Katastrophe in Südasien in den betroffenen Ländern zu schweren Verletzungen der Menschenrechte gekommen. Vor allem Frauen, Kinder oder Einwanderer seien von sexueller Gewalt oder willkürlichen Verhaftungen während der Rettungsarbeiten betroffen gewesen, heißt es in der Studie des Menschenrechtszentrums der US-Universität Berkeley. Außerdem seien zahlreiche Kinder in Konfliktgebieten, wie etwa in Sri Lanka oder Indonesien, gezwungen worden, sich bewaffneten Gruppen anzuschließen.
Harvey Weinstein, Professor für öffentliche Gesundheit und einer der Autoren der Studie, forderte, angesichts dieser Resultate müsse aufmerksam verfolgt werden, wie sich die Lage der schwächsten Opfer der vom Hurrikan "Katrina" ausgelösten Katastrophe entwickle.
Bei der Tsunami-Katastrophe Ende 2004 waren in mehreren Anrainerstaaten des Pazifischen Ozeans rund 217.000 Menschen ums Leben gekommen. Durch den Hurrikan "Katrina" starben im Süden der USA rund 1200 Menschen. Hunderttausende wurden durch den Wirbelsturm obdachlos.
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