Anschläge am 11. September: Sechs Guantanamo-Häftlinge angeklagt
zuletzt aktualisiert: 09.02.2008 - 17:49Washington (RPO). Sechs Häftlinge des US-Gefangenenlagers Guantanamo müssen sich in naher Zukunft offenbar wegen der Terroranschläge von New York am 11. September 2001 verantworten. Die Insassen sollen bald angeklagt werden.
Unter den Verdächtigen befinde sich auch der mutmaßliche Drahtzieher Khaled Scheikh Mohammed, berichtete die "New York Times" am Samstag. Die Ermittlungen wegen der Anschläge mit rund 3000 Toten seien inzwischen so weit fortgeschritten, dass eine Klageerhebung kurz bevor stehe.
Die Militärjustiz ziehe für Mohammed den Antrag auf Verhängung einer Todesstrafe in Betracht, heißt es in dem Bericht der "NYT". CIA-Chef Michael Hayden hatte am Dienstag erstmals öffentlich eingestanden, dass der US-Geheimdienst im Falle Mohammeds die umstrittene Verhörmethode der Wasserfolter angewandt hatte.
Waterboarding sei außer gegen Mohammed auch gegen Abu Zubaydah und Abdel Rahim el Nashiri eingesetzt worden, sagte Hayden vor dem Geheimdienstausschuss des Senats in Washington. Zubaydah und el Nashiri zählen laut "NYT" zu den sechs Häftlingen, denen demnächst der Prozess gemacht werden soll.
Mohammed hat sich selbst als der Planer der Anschläge vom 11. September 2001 dargestellt, Abu Zubaydah gilt als enger Mitarbeiter von El-Kaida-Chef Osama bin Laden, El Nashiri soll hinter dem Selbstmordanschlag auf das US-Kriegsschiff "USS Cole" im Jahr 2000 im Jemen stecken.
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