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Zentralafrikanische Republik
Sechs Rotkreuz-Helfer bei Kämpfen getötet

Mindestens 30 Zivilisten sind bei Gefechten zwischen Miliz und Bürgerwehr in der Zentralafrikanischen Republik getötet worden. Unter den Opfern sind auch sechs freiwillige Helfer des Roten Kreuzes.

Die Kämpfe hätten sich bereits vergangenen Woche in der Stadt Gambo ereignet, teilten die Behörden am Mittwoch mit. "Wir sind erschüttert über die Nachricht vom Tod unserer Freiwilligen", sagte der Präsident des Roten Kreuzes in der Zentralafrikanischen Republik, Antoine Mbao-Bogo.

Die Stadt Gambo liegt rund 75 Kilometer entfernt von Bangassou, wo es in den vergangenen Monaten immer wieder zu Gefechten gekommen war.

Opfer mit Pfeilen erschossen 

Die Rot-Kreuz-Helfer waren für eine Krisensitzung in ein Gesundheitszentrum gekommen, als sie angegriffen wurden. Die örtlichen Behörden machten Mitglieder der früher als Séléka bekannten muslimischen Miliz UPC verantwortlich. Sie hätten ihre Opfer mit Pfeilen erschossen. Ein UPC-Sprecher sagte hingegen, seine Kämpfer hätten die Bewohner Gambos vor Angreifern geschützt.

Die Zentralafrikanische Republik wird seit 2013 von Kämpfen erschüttert. Damals übernahmen die mehrheitlich muslimischen Séléka-Rebellen die Kontrolle über die Hauptstadt Bangui. Die sogenannten Anti-Balaka-Milizen, überwiegend Christen, schlugen zurück. Seitdem verloren Tausende Menschen ihr Leben, Hunderttausende ergriffen die Flucht.

(beaw/ap)
 
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