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Libanon: Sechs UN-Soldaten bei Explosion getötet

zuletzt aktualisiert: 25.06.2007 - 06:50

Beirut (RPO). Bei einem Bombenanschlag im Süden des Libanon sind am Sonntag sechs UN-Soldaten aus Spanien getötet worden. In ersten Meldungen war von von fünf Todesopfern die Rede. Drei Menschen wurden verletzt. Die spanische Regierung bekräftigte indes, die Mission in der Krisenregion fortsetzen zu wollen.

Einer der drei Soldaten der UN-Friedenstruppe (UNIFIL), die bei dem Attentat am Sonntag im Mardschajun-Chiam-Tal verwundet worden waren, sei wenige Stunden später in einem Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen, teilte das spanische Verteidigungsministerium in Madrid am Sonntagabend mit.

Es handele sich um einen 19-jährigen Spanier aus Sevilla. Zunächst war von fünf Todesopfern die Rede gewesen. Drei von ihnen waren nach Ministeriumsangaben Kolumbianer, die in der spanischen Armee dienten, die anderen beiden waren spanische Staatsbürger.

Spaniens Verteidigungsminister José Antonio Alonso sicherte ungeachtet des Anschlags eine weitere Beteiligung seines Landes an dem Einsatz im Libanon zu. "Spanien unterstützt die UNIFIL-Mission der Vereinten Nationen und wird sie weiter unterstützen", sagte er vor Journalisten. Spanien hat im Rahmen des UNIFIL-Einsatzes fast 1100 Soldaten im Südosten Libanons nahe der Grenze zu Israel stationiert. Israel und die libanesische Hisbollah-Miliz hatten sich in dem Grenzgebiet im vergangenen Sommer einen knapp sechswöchigen Krieg geliefert. Die UNIFIL soll in der Region gemeinsam mit der libanesischen Armee den Waffenstillstand sichern.

Mit dem Anschlag wurden das erste Mal seit Ende des Krieges zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz vor fast einem Jahr Blauhelm-Soldaten im Libanon zum Ziel eines Anschlags.

Quelle: ap

 
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