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  Foto: dapd, dapd
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Drei Tote in Afghanistan: Selbstmordanschlag auf Bundeswehrkonvoi

zuletzt aktualisiert: 19.06.2011 - 15:44

Kabul (RPO). Der deutsche Kommandeur des Feldlagers in Kundus ist am Sonntag nur knapp einem Anschlag entgangen. Ein Selbstmordattentäter der radikalislamischen Taliban sprengte sich in Nordafghanistan in die Luft, als ein Konvoi der Bundeswehr an seinem Auto vorbei fuhr. Dabei wurden laut dem afghanischen Innenministerium mindestens drei afghanische Zivilpersonen getötet und elf weitere verletzt.

Zwei deutsche Soldaten wurden leicht verletzt, wie ein Sprecher des Einsatzführungskommandos der Bundeswehr in Potsdam am Sonntag der Nachrichtenagentur dapd sagte. Sie hätten ihre Angehörigen selbst telefonisch benachrichtigt.

Ein Sprecher des Einsatzführungskommandos bestätigte der Nachrichtenagentur dapd, dass sich in der Marschkolonne auch der deutsche Kommandeur des Feldlagers Kundus, Oberst Norbert Sabrautzki, befunden habe. Einen Bericht der Zeitung "Die Welt" (Montagausgabe), wonach der Oberst das Ziel des Anschlags gewesen sei, bezeichnete der Sprecher jedoch als "reine Spekulation". Die Bundeswehr sehe in dem Ereignis einen Anschlag gegen die internationale Afghanistan-Schutztruppe ISAF.

Taliban bekennen sich zu Anschlag

Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Angriff auf den Konvoi. Bei dem Anschlag auf einer belebten Straße am Stadtrand von Kundus in der Nähe des Flughafens wurden zwei Fahrzeuge vom Typ Dingo 2 beschädigt, eines musste nach Angaben der Bundeswehr geborgen werden.

Der Anschlag habe sich um 09.34 Uhr Ortszeit (07.04 Uhr MESZ) etwa drei Kilometer nordwestlich vom Lager des deutschen Wiederaufbauteams in Kundus ereignet, erklärte der Sprecher des Einsatzführungskommandos weiter.

Ein Reporter der Nachrichtenagentur AP sah vor Ort, dass mindestens ein gepanzertes Fahrzeug der Bundeswehr zur Seite gekippt war. Ein ziviles Fahrzeug wurde bei der Explosion schwer beschädigt.

Quelle: apd/felt

 
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