Festnahmen: Selbstmordanschlag in Jordanien vereitelt
zuletzt aktualisiert: 01.03.2006 - 21:42Amman (rpo). In Jordanien hat die Polizei offenbar ein Selbstmordattentat verhindert. Zwei Iraker und ein Libyer wurden festgenommen; sie hätten einen Anschlag auf eine zivile Einrichtung geplant.
Die jordanische Polizei hat nach eigenen Angaben einen geplanten Selbstmordanschlag vereitelt. Regierungssprecher Nasser Dschudeh erklärte am Mittwoch in Amman, die Männer hätten eine "wichtige zivile Einrichtung" angreifen wollen. Einzelheiten nannte er nicht. Die amtliche Nachrichtenagentur Petra berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, zwei Iraker und ein als Attentäter vorgesehener Libyer seien festgenommen worden. Die Polizei suche außerdem nach drei weiteren Irakern und einem Saudi-Araber, die ebenfalls zu der Terrorzelle gehören sollen.
Die Ermittler äußerten sich nicht dazu, ob ein Zusammenhang zwischen den Festnahmen und Häftlingsrevolten in drei Gefängnissen bestand. Diese wurden am Mittwoch nach 14 Stunden beendet. Die Aufständischen nahmen vorübergehend einen Justizvollzugsbeamten als Geisel und forderten die Freilassung einer Irakerin. Diese wollte sich am 9. November in einem Hotel in Amman in die Luft sprengen, ihre Bombe zündete aber nicht. Die Anschläge kosteten insgesamt 63 Menschen das Leben. Die Attentäter waren drei Iraker.
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