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Vergifteter Ex-Spion
Nichte spricht von geringer Überlebenschance für Skripal

Sergej Skripal: Nichte spricht von geringer Überlebenschance
Spurensuche im Skripals Garten in Salisbury (Archivbild vom 22.03.2018). FOTO: afp
London. Sein Fall hat den Westen vereint gegen Russland aufgebracht. Ihm selbst bringt die Allianz wenig: Der vergiftete Ex-Doppelagent Sergej Skripal und seine Tochter Yulia haben nach Angaben einer Verwandten nur eine geringe Überlebenschance.

Die Prognose sei nicht gut, sagte die Nichte des 66-jährigen, ehemaligen Spions, Viktoria Skripal, dem britischen Sender BBC. Sollten die beiden überleben, sei mit bleibenden Schäden zu rechnen. Die Mutter von Sergej Skripal wisse noch nichts von dem Giftanschlag; man wolle sie vor diesen Informationen schützen, berichtete die Verwandte weiter.

Sergej und Yulia Skripal waren am 4. März bewusstlos auf einer Parkbank in der südenglischen Kleinstadt Salisbury entdeckt worden. Sie befinden sich nach offiziellen Angaben in einem kritischen, aber stabilen Zustand. London hält Moskau für das Attentat verantwortlich.

Skripals Ehefrau Ljudmila erlag nach britischen Medienberichten 2012 einem Krebsleiden. Sohn Alexander soll 2017 während eines Aufenthalts in St. Petersburg an einem plötzlichen Leberversagen gestorben sein.

(oko/dpa)
 
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