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Britische Premierministerin
Sicherheitskräfte sollen Anschlag auf May verhindert haben

Sicherheitskräfte vereiteln Anschlag auf Theresa May
Die britische Premierministerin Theresa May. FOTO: Reuters/Matt Dunham
London. Britische Sicherheitskräfte haben laut Medienberichten einen islamistischen Anschlag auf Premierministerin May vereitelt. Demnach sollen die Täter geplant haben, einen Sprengsatz an ihrem Amtssitz in der Downing Street zu zünden.

Nach Informationen des Senders Sky News und der "Times" habe der Plan den Einsatz von Sprengstoff vor der Downing Street und einen anschließenden gezielten Angriff gegen May in dem Durcheinander vorgesehen.  

Übereinstimmend berichteten die beiden Medien sowie der Sender BBC, dass zwei Männer festgenommen worden seien und am Mittwoch dem Untersuchungsrichter vorgeführt werden sollten. Eine offizielle Stellungnahme der Behörden zu den Medienberichten lag nicht vor.

Reihe von Anschlägen verhindert

Stunden zuvor hatte Andrew Parker, Chef des Inlandsgeheimdiensts MI5, dem Londoner Kabinett berichtet, dass in den vergangenen zwölf Monaten insgesamt neun Terrorattacken im Land verhindert worden seien. Details dazu nannte er jedoch nicht.

Großbritannien ist in diesem Jahr bereits fünfmal Ziel von Terroranschlägen in London und Manchester geworden. Insgesamt kamen dabei 36 Menschen, darunter auch Kinder, ums Leben.

Parker hatte vor wenigen Wochen in einer Rede betont, dass die Gefahr durch islamistische Terroristen so groß wie nie zuvor sei. Es gebe einen "dramatischen Anstieg an Bedrohungen" in Großbritannien.

Triebfeder sei die "mörderische Strategie" der Terrormiliz Islamischer Staat und ihre Online-Propaganda. Der Inlandsgeheimdienst führt derzeit 500 Ermittlungen durch, die 3000 Extremisten betreffen.

Hätte Anschlag von Manchester verhindert werden können?

Nach einem am Dienstag veröffentlichten unabhängigen Bericht hätte der Terroranschlag von Manchester im Mai möglicherweise verhindert werden können.

Demnach war der Attentäter Salman Abedi dreimal ins Visier des Geheimdienstes geraten, einmal nur wenige Monate vor seinem Anschlag. Bei einem für Ende Mai geplanten Treffen des Inlandsgeheimdienstes sollte es darum gehen, die Gefährlichkeit des 22-Jährigen einzuschätzen.

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Da war es schon zu spät: Neun Tage zuvor riss der Brite libyscher Herkunft nach einem Pop-Konzert mit einer Bombe 22 Menschen mit in den Tod, auch Kinder. Hunderte erlitten Verletzungen.

(ate/dpa/reu)
 
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