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Gefechte in Kundus
"Sie verbreiten Angst und Schrecken"

Kabul. Die Gefechte mit radikalislamischen Taliban im Zentrum der nordafghanischen Stadt Kundus gehen in den zweiten Tag.

"Im Moment haben wir Kämpfe im ersten und dritten Distrikt der Stadt", sagte ein Provinzratsmitglied, Sargul Alimi, am Dienstagmorgen. In der Nacht seien Kämpfer in die Gebäude der Anti-Drogen-Polizei sowie der Hilfsorganisation Roter Halbmond eingedrungen und lieferten sich von dort aus Gefechte mit Sicherheitskräften.

Die deutsche Bundeswehr ist mit einer kleinen Gruppe von Beratern in einem afghanischen Militärlager in Kundus. Einer ARD-Reporterin hatte der Kommandeur der deutschen Einheiten in Nordafghanistan, Hartmut Renk, am Montagabend gesagt, es habe Kämpfe vor allen an den Stadträndern gegeben, aber "eine kleine (Taliban-)Gruppe" sei auch in der Stadt. "Die geht in zwei, drei Mann-Formationen vor. Die sitzen mal hier in einem Haus, mal da in einem Haus, bewegen sich hochmobil mit ganz leichter Bewaffnung. Die gefährden nicht die Gesamtlage in der Stadt. Aber sie verbreiten Angst und Schrecken."

Der Angriff hatte in der Nacht auf Montag begonnen, fast genau ein Jahr, nachdem die Taliban die Provinzhauptstadt zum ersten Mal erobert hatten und einen Tag vor Beginn einer internationalen Geberkonferenz für Afghanistan am Dienstag und Mittwoch in Brüssel.

(gol/dpa)
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