| 13.27 Uhr

Razzien in den Wohnungen
Sieben mutmaßliche IS-Mitglieder in Russland festgenommen

Isis/IS - Islamischer Staat im Irak und Syrien
Isis/IS - Islamischer Staat im Irak und Syrien
Moskau. Sie sollen Anschläge in Moskau und St. Petersburg geplant haben, nun hat der russische Geheimdienst die sieben mutmaßlichen Mitglieder der Terrormiliz IS festgenommen.

Die Zugriffe erfolgten in der Ural-Stadt Jekaterinburg, bei den Festgenommenen handelte es sich um Russen oder Bürger aus zentralasiatischen Ländern, wie der Inlandsgeheimdienst FSB am Montag mitteilte.

Bei Razzien in den Wohnungen der Festgenommenen seien am Sonntag "ein Bombenlabor, Sprengstoff, Zünder, Schusswaffen, Granaten und extremistische Literatur" sichergestellt worden, hieß es in einer Erklärung. Die Anführer der mutmaßlichen IS-Zelle seien aus der Türkei eingereist, die gesamte Gruppe habe sich nach den Anschlägen nach Syrien absetzen wollen. Als Anschlagsziele hätten die Extremisten neben Moskau und St. Petersburg die Region Swerdlowsk am Ural-Gebirge im Visier gehabt.

Den Geheimdiensten zufolge haben sich fast 3000 Russen – die meisten von ihnen aus der Kaukasusregion – dem IS in Syrien und im Irak angeschlossen. Moskau steht an der Seite des syrischen Machthabers Baschar al-Assad und attackiert dessen Gegner seit dem 30. September mit fast ununterbrochenen Luftangriffen. Der IS und die ebenfalls islamistische Al-Nusra-Front haben ihre Anhänger aufgerufen, als Revanche Anschläge in Russland zu verüben.

(das/AFP)
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