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Silvio Berlusconi: Der italienische Ministerpräsident ist einer der umstrittensten Politiker Europas. Er wird gehasst, geliebt, bewundert. Durch die Schuldenkrise seines Landes sind inzwischen seine Tage gezählt.
Folgend einige Stationen seines Lebens - und die Ausrutscher, die ihm einen zweifelhaften Ruf eingebracht haben...
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Bunga BungaDie so genannte "Bunga-Bunga-Affäre" setzte Berlusconi zuletzt unter politischen Druck: Er soll eine seinerzeit Minderjährige vor der Polizei geschützt haben. Außerdem blieb unklar, wie sein Verhältnis zu dem Mädchen names Ruby geartet ist.
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Besser als schwulSein Interesse für junge Damen begründete er mit der hohen Arbeitsbelastung, von der er sich erholen müsse. Das sei immerhin noch besser als schwul zu sein. Daraufhin gab es eine Protestwelle.
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Noemi LetiziaDie seinerzeit minderjährige Noemi bezeichnete Berlusconi als Papi. Zu intimen Kontakten zwischen beiden soll es aber nicht gekommen sein.
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KZ-Vergleich
Italiens Regierungschef verglich die Lage in italienischen Flüchtlingscamps für Afrikaner mit der in den Konzentrationslagern der Nazis.
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Erdbeben-Opfer
Berlusconi beim Bad in der Menge: Nach dem schweren Erdbeben in Mittelitalien eilte er in das Katastrophengebiet, um den Opfern beizustehen und ihnen die bestmögliche Versorgung zu versprechen.
Dann der Ausrutscher. Im Interview mit NTV sagte der Regierungschef: "Es fehlt ihnen an nichts. Sie haben medizinische Versorgung, warmes Essen...Natürlich ist ihr aktueller Aufenthaltsort ein Provisorium, aber man muss es wie ein Campingwochenende nehmen."
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Nato-Gipfel
Bei einem Nato-Gipfel sorgte Berlusconi für einen kleinen Eklat. Anstatt wie vorgesehen zum Gruppenfoto auf die Rheinbrücke zwischen Kehl und Straßburg zu kommen, telefonierte er minutenlang. Angeblich hatte er seinen türkischen Amtskollegen Erdogan an der Strippe, den er in der Frage des künftigen Nato-Generalsekretärs umstimmen wollte.
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ObamaIm November 2008 hatte Berlusconi den künftige US-Präsidenten Barack Obama als "jung, hübsch und gebräunt" bezeichnet.
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China2006 eckte er bei den Chinesen an, als er bei einer Wahlkampfveranstaltung behauptete, "dass sie in China zu Zeiten von Mao die Kinder nicht gegessen, sondern gekocht haben, um damit die Felder zu düngen".
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EU-Parlament Bei einer Rede im EU-Parlament griff Berlusconi den SPD-Abgeordneten Martin Schulz an. Es werde derzeit in Italien ein Film über ein KZ gedreht, da könne der Deutsche ja einen Wächter spielen.
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Tarja Halonen2005 plauderte Berlusconi aus, dass er der finnischen Präsidentin Tarja Halonen den Hof gemacht habe, um sich die Unterstützung in einer EU-Frage zu sichern: "Ich musste all meine Playboytricks nutzen, obwohl ich sie eine Zeit lang nicht mehr angewendet habe."
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RespektspersonDie einzige, die Silvio Paroli bieten kann, ist Mama Rosa.
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EhefrauSeine zweiten Gattin, die Mutter von dreien seiner fünf Kinder, besteht die Ehe angeblich nur noch auf dem Papier. Veronica Lario sprach 2007 in einem offenen Brief in der Zeitung "la Republica" über die "schmerzhaften Momente" ihre Ehelebens und forderte mehr Respekt. 2009 reichte sie die Scheidung ein.
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Werdegang 1936 in Mailand geboren, studierte Berlusconi Jura. Später wurde er Bauunternehmer und kaufte eine TV-Senderkette zusammen, gilt heute als einer der reichsten Männer der Welt.
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WerdegangIn die Politik ging er erst in den 80er Jahren - seinerzeit war er bereits ein einflussreicher Mann. Das erste Mal wurde er 1994 zum Ministerpräsidenten gewählt. Stets begleiteten ihn Vorwürfe der Vetternwirtschaft, Bestechung und Bilanzfälschung. Verurteilt wurde er nie.