Cholera-Epidemie in Simbabwe: Simbabwe-Minister wirft Briten Völkermord vor
zuletzt aktualisiert: 12.12.2008 - 14:30Harare (RPO). Ein schuldiger für den Ausbruch der Cholera-Epidemie scheint gefunden. Simbabwe hat seiner früheren Kolonialmacht Großbritannien die Schuld an der Ausbreitung der verheerenden Krankheit in dem südafrikanischen Land gegeben.
Informationsminister Sikhanyiso Ndlovu bezichtigte London am Freitag vor Journalisten des versuchten "Völkermordes" an den Simbabwern. "Die Cholera-Epidemie ist eine ernstzunehmende biologische, chemische Kriegsführung, ein Angriff auf die Bevölkerung von Simbabwe durch die Briten", sagte er: "Es ist Völkermord."
Es handle sich um eine "genau kalkulierte Kriegsführung", sagte Ndlovu weiter: "Es gibt Kräfte, die fortwährend Milzbrand und Cholera verbreiten." Staatschef Robert Mugabe hatte erst am Donnerstag den Cholera-Ausbruch in seinem Land für beendet erklärt. Wegen steigender Zahlen von Cholera-Toten und -Erkrankten sorgte dies weltweit für einen Aufschrei der Empörung. Hilfsorganisationen warnten, es könne Monate dauern, bis die Epidemie unter Kontrolle sei.
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