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Ungewissheit in Simbabwe
Mugabe ignoriert Ultimatum für Rücktritt

Simbabwe: Mugabe ignoriert Ultimatum für Rücktritt
Simbabwes Präsident Robert Mugabe bei einer Rede in Harare (Archivbild vom 19.11.2017). FOTO: dpa, TM fgj
Harare. Der simbabwische Präsident Robert Mugabe hat ein Ultimatum zu seinem Rücktritt verstreichen lassen. Bis Montagmittag reagierte er nicht auf entsprechende Forderungen der Regierungspartei Zanu-PF.

Opposition und Veteranen riefen zu neuen Demonstrationen gegen den greisen Staatschef auf. "Ihre Zeit ist abgelaufen", sagte der Chef des Veteranenverbandes, Chris Mutsvangwa, am Montag in Richtung Mugabe. Der 93-Jährige habe die Pflichten seines Amtes vernachlässigt.

Das Militär hatte Mugabe vergangene Woche unter Hausarrest gestellt, nachdem er versucht hatte, seiner Frau Grace den Weg für die Nachfolge im Präsidentenamt zu ebnen. Am Wochenende setzte ihn die Regierungspartei Zanu-PF als Vorsitzenden ab und wählte den von Mugabe wenige Tage zuvor entlassenen Vizepräsidenten Emmerson Mnangagwa zu dessen Nachfolger. Am Dienstag soll das Parlament zusammentreten, dass dann die Amtsenthebung Mugabes als Präsident einleiten kann.

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Mugabe regiert Simbabwe seit 1980. Der einst gefeierte Befreiungskämpfer hat die frühere Kornkammer Afrikas seither heruntergewirtschaftet und politische Gegner unterdrückt. Nur Gott könne ihn abwählen, sagte seine Frau noch vor knapp zwei Wochen.

(oko/ap)
 
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