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Whistleblower schweigt
Sorge um Snowden nach mysteriösem Tweet

Sorge um Edward Snowden nach mysteriösem Tweet
Edward Snowden (Archivbild) lebt derzeit in Russland. FOTO: dpa, chc lre tba cul
Berlin. Ein mysteriöser Tweet von Edward Snowden hat Internetnutzer in Sorge versetzt. Sie spekulieren, ob es dem Whistleblower gut geht und ob er noch am Leben ist. Offenbar gibt es aber Entwarnung.

Der im russischen Exil lebende Snowden hatte am Freitag einen Tweet mit 64 Buchstaben und Zahlen abgesetzt - kurze Zeit später wurde dieser wieder gelöscht. Einige Medien und Blogger schrieben, es könne sich um einen "dead man's switch" (Totmanneinrichtung) handeln, also um ein automatisch ausgelöstes Signal, falls sich der Nutzer nicht zu einem bestimmten Zeitpunkt anmeldet.

Daraufhin folgten Spekulationen, ob der 33-Jährige womöglich entführt oder getötet worden sei. Der Tweet könne einen Schlüssel zu weiteren geheimen Dokumenten beinhalten, die der Whistleblower bei Journalisten und Bekannten versteckt habe - dies habe er in der Vergangenheit mal angekündigt, heißt es. Seit dem mysteriösen Tweet hat sich Snowden auf Twitter nicht mehr geäußert.

Der Snowden-Vertraute und Enthüllungsjournalist Glenn Greenwald teilte am Samstag mit, Snowden gehe es gut. "Es wäre super, wenn jemand bestätigen könnte, dass Ed noch am Leben und nicht "verschwunden" ist", twitterte eine Nutzerin, woraufhin Greenwald antwortete: "He's fine".

Snowden hatte 2013 streng geheime Dokumente öffentlich gemacht, die einen Abhörskandale um den US-Geheimdienst NSA ins Rollen brachten.
Er lebt seit Juni 2013 in Russland; im August 2014 erhielt er eine Aufenthaltsgenehmigung für drei Jahre.

 

(jco/dpa)
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