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Terrorhinweise aus Marokko: Spanien soll Terrorwarnungen ignoriert haben

zuletzt aktualisiert: 20.03.2004 - 13:08

Rabat/Madrid (rpo). Nach Angaben aus marokkanischer Regierungskreisen habe es vor den Madrider Anschlägen Terrorwarnungen aus Marokko gegeben, die in Spanien aber nicht ausreichend Beachtung gefunden hätten.

Das sagte ein ranghoher Regierungsbeamter am Freitag der Nachrichtenagentur AP in Rabat. Schon in marokkanischen Zeitungsberichten hatte es geheißen, die Sicherheitskräfte des nordafrikanischen Landes hätten Alarm geschlagen. Die spanischen Behörden hätten aber anscheinend nicht alle zur Verfügung stehenden Informationen genutzt.

Marokkanische Zeitungen wie "L'Economiste" machten dafür die Spannungen zwischen den beiden Ländern wegen ihres Territorialstreits über Mittelmeerinseln verantwortlich. Unter den zehn Verdächtigen, die im Zusammenhang mit den verheerenden Anschlägen von Madrid festgenommen wurden, befinden sich sechs Marokkaner. Mindestens einer von ihnen soll auch in die tödlichen Anschläge von Casablanca im vergangenen Mai verwickelt sein, anderen werden Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida nachgesagt.

Die spanische Zeitung "El País" berichtete am Samstag, ein Spanier mit krimineller Vergangenheit habe vier Marokkaner zum Sprengstoffdepot eines asturischen Bergwerks geführt. Die vier hätten dann dort den Sprengstoff gestohlen, der nach Vermutung der Polizei ganz oder teilweise bei den Anschlägen in Madrid verwendet wurde. Der Mann habe an dem Einbruch nicht teilgenommen und sei von den vier flüchtigen Marokkanern über ihre Absichten getäuscht worden, schrieb "El País".


 
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