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Guantanamo-Häftlinge: Spanien und Lettland nehmen auf

zuletzt aktualisiert: 23.07.2010 - 06:49

Madrid/Washington (RPO). Spanien und Lettland haben jeweils einen Insassen des US-Gefangenenlagers Guantanamo aufgenommen. Spanien habe einen Afghanen einreisen lassen und damit den dritten Ex-Guantanamo-Hälftling, teilte die spanische Regierung am Donnerstag in Madrid mit.

Insgesamt will Spanien fünf ehemalige Gefangene aufnehmen. Laut dem US-Verteidigungsministerium konnte ein weiterer Ex-Häftling am Donnerstag (Ortszeit) nach Lettland ausreisen. Damit befinden sich noch 176 Gefangene in dem umstrittenen US-Lager auf Kuba.

Das Gefangenenlager war unter dem früheren US-Präsidenten George W. Bush Anfang 2002 als Reaktion auf die Terroranschläge vom 11. September 2001 eingerichtet worden. Nach anhaltender Kritik wegen Menschenrechtsverletzungen kündigte Bushs Nachfolger Barack Obama die schnellstmögliche Schließung an.

Diese verzögert sich aber, weil es schwierig ist, Aufnahmeländer für die Gefangenen zu finden. Deutschland erklärte sich nach langer Diskussion Anfang Juli zur Aufnahme von zwei Gefangenen bereit.

Quelle: AFP/das

 
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