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Bericht des Südens
Spionageoffizier soll aus Nordkorea geflohen sein

Februar 2016: Kim Jong Un freut sich über Raketenstart
Februar 2016: Kim Jong Un freut sich über Raketenstart FOTO: afp, jyj/tbr
Seoul. Ein hochrangiger Aufklärungsoffizier aus Nordkorea hat sich nach Angaben der Regierung in Seoul nach Südkorea abgesetzt.

Der Soldat im Rang eines Oberst sei bereits im vergangenen Jahr übergelaufen, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums am Montag mit. Er soll demnach für das nordkoreanische Aufklärungsbüro gearbeitet haben, das unter anderem Spionageeinsätze gegen Südkorea leitet. Es könnten jedoch keine weiteren Einzelheiten zu dem Fall publik gemacht werden, hieß es. 

Zwar gibt es immer wieder Berichte über geflüchtete nordkoreanische Soldaten von niedrigem Rang, doch dass ein Offizier in den Süden übergelaufen ist, gilt als eher ungewöhnlich.

Die Situation in der Region ist derzeit sehr gespannt. Als Reaktion auf einen neuen Atomtest Nordkoreas im Januar und einen ebenfalls umstrittenen Raketenstart hatte der UN-Sicherheitsrat jüngst die Sanktionen gegen das isolierte kommunistische Regime verschärft. Südkorea hatte zudem eigene Sanktionen gegen den Nachbarn verhängt. 

Erst am vergangenen Freitag hatte Südkorea mitgeteilt, dass eine Gruppe von 13 nordkoreanischen Angestellten eines von Pjöngjang im Ausland betriebenen Restaurant nach Südkorea geflüchtet sei. Seoul sah in der Flucht auch eine Folge der Sanktionen gegen Nordkorea.

(dpa)
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