Sri Lanka: 70 Tote bei Seegefecht
zuletzt aktualisiert: 25.09.2006 - 08:54
Colombo (AP) Bei einem der bislang schwersten Seegefechte im Kampf gegen die Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) hat die Marine Sri Lankas nach eigenen Angaben elf Schiffe der Separatisten versenkt. Etwa 70 Rebellen seien bei der Schlacht vor der Ostküste des Inselstaats getötet worden, teilte ein militärischer Befehlshaber am Montag mit. Unter den Opfern könnte sich auch die Nummer drei in der Marine der Befreiungstiger, Kommandeur Seliyan, befinden. Das Seegefecht dauerte nach Angaben der Regierungstruppen fünf Stunden. Zwei von 25 Schiffen hätten allem Anschein nach große Mengen an Waffen und Munition transportiert und seien in Brand gesetzt worden. Insgesamt seien elf Schiffe der Separatisten gesunken, die 14 übrigen hätten sich schließlich zurückgezogen. Auf Seiten der Marine wurden den Angaben zufolge ein Schiff beschädigt und fünf Seeleute verwundet. Der Waffenstillstand zwischen den Rebellen und der Regierung in Colombo aus dem Jahre 2002 ist in den vergangenen Monaten faktisch zusammengebrochen, beide Seiten haben ihn bislang aber noch nicht offiziell aufgekündigt. Der Bürgerkrieg, den die Befreiungstiger 1983 im Kampf um Autonomie für die tamilischen Gebiete im Osten und Norden der Insel Ceylon begannen, kostete schon mindestens 65.000 Menschen das Leben.
Quelle: ap
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