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Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr: Steinmeier will keine neuen Truppen schicken

zuletzt aktualisiert: 04.09.2009 - 06:28

Hannover (RPO). Deutschland möchte keine weiteren Truppen nach Afghanistan entsenden. Das sagte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier der "Neuen Presse" aus Hannover. "Mit Blick auf die Wahlen in Afghanistan haben wir die Zahl unserer Truppen ja gerade erst auf jetzt auf 4500 erhöht. Wir haben aber nicht geplant, weitere Truppen zu entsenden", sagte Steinmeier der Zeitung.

Frank-Walter Steinmeier will einen verbindlichen Fahrplan für das Ende des militärischen Engagements in Afghanistan.  Foto: ddp, ddp
Frank-Walter Steinmeier will einen verbindlichen Fahrplan für das Ende des militärischen Engagements in Afghanistan. Foto: ddp, ddp

Aus den USA waren in jüngster Zeit Begehrlichkeiten signalisiert worden, die ISAF-Truppen am Hindukusch aufzustocken. Steinmeier zeigte sich davon überzeugt, es nach dem Abschluss der Präsidentschaftswahlen in Afghanistan mit einer neuen Regierung zu tun zu haben.

Mit dieser dürfe es kein einfaches "Weiter so" geben", sagte der SPD-Kanzlerkandidat. Er fügte hinzu: "Deswegen werde ich als Kanzler darauf drängen, dass wir mit der neuen afghanischen Regierung einen verbindlichen Fahrplan für das Ende des militärischen Engagements erarbeiten."

Bei einem schweren Gefecht in Nordafghanistan waren noch am Donnerstag vier deutsche Soldaten verwundet und ins Rettungszentrum von Kundus gebracht worden. Deutsche Soldaten hätten mindestens drei Aufständische getötet. Wie die Bundeswehr mitteilte, wurden die deutschen ISAF-Soldaten, die zur Unterstützung afghanischer Sicherheitskräfte eingesetzt waren, 60 Kilometer nördlich von Kundus von einer unbekannten Anzahl Angreifern mit Handfeuerwaffen und Panzerfäusten beschossen.

Quelle: DDP/asl

 
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