kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Afghanistan: Stichwahl wird immer wahrscheinlicher

zuletzt aktualisiert: 16.10.2009 - 11:02

Washington (RPO). Das umstrittene Wahlergebnis in Afghanistan hat womöglich ein Nachspiel. Der afghanische Botschafter in den USA hat eine Stichwahl als "wahrscheinliches Szenario" bezeichnet.

Ein möglicher zweiter Wahlgang müsse jedoch rasch stattfinden, sagte Said Tajeb Dschawad am Donnerstag in Washington. Der Botschafter gilt als erster Vertrauter des afghanischen Präsidenten Hamid Karsai, der öffentlich von dieser Möglichkeit spricht.

"Wenn dies der Fall ist, müssen alle hart arbeiten", sagte Dschawad. Eine etwaige Stichwahl zwischen Karsai und seinem schärfsten Herausforderer Abdullah Abdullah dürfe jedoch nicht allzu lange aufgeschoben werden, um Staaten wie die USA, die derzeit über eine Truppenaufstockung beraten, nicht in Schwierigkeiten zu bringen. "Anfang November ist der spätmöglichste Zeitpunkt, da es danach besonders im Norden Afghanistans zu kalt wird", sagte Dschawad. Sollte eine Stichwahl gar wegen des Winters auf den Frühling verschoben werden, werde das zu einem "Desaster und zu Verwirrungen" führen.

Die UNO hatte zwei Monate nach der Präsidentenwahl in Afghanistan am vergangenen Wochenende erstmals einen größer angelegten Wahlbetrug eingeräumt. Die Wahlen waren praktisch von Beginn an von Betrugsvorwürfen überschattet gewesen, die vor allem dem Lager Karsais zur Last gelegt wurden. Laut dem vorläufigen Ergebnis gewann Amtsinhaber Karsai die Wahl am 20. August mit 54,6 Prozent der Stimmen, Abdullah kam auf knapp 28 Prozent.

Abdullah hatte am Donnerstag in Kabul ebenfalls die Hoffnung geäußert, dass die unabhängigen Untersuchungen des Wahlergebnisses zu einer Stichwahl führen. Ein zweiter Wahlgang würde dem Prozess "Glaubwürdigkeit" verleihen. Sollte es keine Stichwahl geben, "werden diejenigen, die hinter dem Wahlbetrug stecken und ihn tolerieren, für die Konsequenzen verantwortlich sein", sagte Abdullah in Kabul.

Der frühere Finanzminister Aschraf Ghani, der ebenfalls bei der Wahl angetreten war, sprach sich in Washington hingegen gegen eine Stichwahl zwischen Abdullah und Karsai aus. "Wenn die Legitimität in Frage gestellt wurde, ist eine Wiederholung der Wahl mit den gleichen Kandidaten problematisch", sagte er dem Sender PBS.

Nach Angaben eines US-Diplomaten ist mit einem offiziellen Ergebnis der Wahl am "Sonntag oder Montag" zu rechnen. Am Wochenende würden Wahlbeschwerdekommission (ECC) und Unabhängige Wahlkommission (IEC) das Ergebnis beraten und danach "etwas verkünden", sagte ein US-Diplomat in Washington, der nicht namentlich genannt werden wollte.

Quelle: AFP/jt

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Wie die Politik den Fußball verändern will

Innenminister tagen

Wie die Politik den Fußball verändern will

Die Gewalt in und um Fußballstadien beschäftigt die Innenminister. Auf ihrer Tagung in Mecklenburg-Vorpommern wollen sie beraten, wie sich R ... mehr 

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Betreuungsgeld für Eltern

Was in Schröders Gesetzentwurf steht

Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat den Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld auf den ... mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

"Polnisches Todeslager"

Weißes Haus bedauert Obamas KZ-Versprecher

Das Weiße Haus hat sich für eine missglückte Äußerung von US-Präsident Barack Obama zu einem nationalsozialistischen Konzentrationslager in Polen entschuldigt, das der Staatschef als "polnisches Todeslager" bezeichnet hatte. mehr

 
 
 

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

Top-Services