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Störfeuer für G20-Gipfel
Nordkorea provoziert mit Raketentest

Störfeuer für G20-Gipfel 2016: Nordkorea provoziert mit Raketentest
Ein Sprecher erklärte, es handle sich womöglich um Raketen mit einer Reichweite von tausend Kilometern. FOTO: rtr
Hangzhou. Mitten während des G20-Gipfels in China hat Nordkorea die Weltgemeinschaft mit einem neuen Raketentest provoziert.

Nach Angaben des südkoreanischen Verteidigungsministeriums in Seoul feuerte das Land am Montag vom Bezirk Hwangju an der Ostküste drei ballistische Raketen ins Japanische Meer ab. Ein Sprecher erklärte, es handle sich womöglich um Raketen mit einer Reichweite von tausend Kilometern.

Die Geschosse seien ohne eine Navigationswarnung an Japan abgeschossen worden, erklärte der Ministeriumssprecher. Nordkorea habe damit klar gegen UN-Resolutionen verstoßen und während des G20-Gipfels im chinesischen Hangzhou mit seinen "Nuklear- und Raketenkapazitäten prahlen" wollen. In Hangzhou trafen sich am Sonntag und Montag die Staats- und Regierungschefs der großen Industrie- und Schwellenländer.

Nur wenige Stunden vor dem erneuten Raketentest hatte sich am Rande des G20-Gipfels die südkoreanische Präsidentin Park Geun Hye mit ihrem chinesischen Kollegen Xi Jinping getroffen. Mit Südkorea befindet sich Nordkorea nach wie vor im Kriegszustand, China ist hingegen der wichtigste Verbündete des streng abgeschotteten kommunistischen Landes.

Schon in der Vergangenheit hatte Pjöngjang die Weltgemeinschaft immer wieder mit Nuklear- und Raketentests erzürnt und damit klar gegen Auflagen der UNO verstoßen. Zuletzt feuerten die nordkoreanischen Streitkräfte am 24. August von einem U-Boot aus eine ballistische Rakete ab. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Raketentest.

(gol/AFP)
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