Nach Wahlsieg der Linken in Lateinamerika: Südamerika wird zum roten Kontinent
VON OLIVER ECKERT - zuletzt aktualisiert: 05.12.2006 - 14:27Caracas/Washington (RPO). Nach der klaren Wiederwahl des linksgerichteten venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez wird in Südamerika ein weiteres Land von einer sozialistischen Partei regiert. Doch auch andere lateinamerikanische Staaten sind in den vergangenen Jahren nach links gerückt.
"Es ist eine weitere Niederlage für den Teufel, der versucht, die Welt zu beherrschen", sagte Chavez vor seinen Anhängern. "Nieder mit dem Imperialismus. Wir brauchen eine neue Welt." Die USA äußerte die Hoffnung auf positive und konstruktive Beziehungen. Washington suche Gelegenheiten, eng mit der Regierung in Caracas zusammenzuarbeiten, erklärte ein Sprecher des US-Außenministeriums. Eine Gratulation an Chavez sprach er aber nicht aus.
Chavez war am Sonntag mit deutlicher Mehrheit für weiter sechs Jahre im Amt bestätigt worden. Nach Angaben der Wahlbehörde vom Montagabend erhielt er nach Auszählung der Stimmen aus 90 Prozent aller Wahllokale 62 Prozent, sein Widersacher Manuel Rosales kam nur auf 37 Prozent.
Der bolivianische Präsident Evo Morales gratulierte Chavez und sprach mit Blick auf die jüngsten Wahlerfolge von Linkspolitikern von einer Stärkung der Demokratien in Lateinamerika. Welche Staaten in Südamerika noch nach links gerückt sind und von wem sie regiert werden, erfahren Sie hier.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum