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Streit um Südchinesisches Meer
Manila wirft Peking massiven Landraub vor

Japan und China streiten um kleine Inseln
Japan und China streiten um kleine Inseln FOTO: dpa, Hiroya Shimoji
Manila . Die Philippinen werfen China im Inselstreit im Südchinesischen Meer massiven Territorialraub vor. Die Regierung in Peking treibe Bauprojekte in der umstrittenen Meeresregion rasch voran, um jegliche rechtlichen Schritte gegen ihre Gebietsansprüche schon vorab im Keim zu ersticken.

Das sagte der philippinische Außenminister Albert del Rosario am Donnerstag. China wolle sich auf diese Weise praktisch das ganze Südchinesische Meer aneignen. Die Territorialansprüche Chinas seien "ungültig und exzessiv und völkerrechtswidrig", sagte Del Rosario weiter.

Neben den Philippinen streiten auch andere Staaten in der Region mit China und miteinander um die rohstoffreichen Meeresgebiete, durch die auch wichtige Schifffahrtsrouten führen. China machte unter anderem rund um die Spratly-Inseln aus Riffen künstliche Inseln und baute darauf Gebäude, Landebahnen und Werften.

Die Philippinen haben in dem Gebietsstreit eine internationale Untersuchung angestrengt. Ein Gericht in Den Haag könnte möglicherweise Anfang kommenden Jahres ein Urteil bekanntgeben, sagte Del Rosario.

(ap)
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