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Korruptionsprozess in Südkorea
Staatsanwaltschaft fordert 30 Jahre Haft für Ex-Präsidentin Park

Südkorea: Staatsanwaltschaft fordert 30 Jahre für Ex-Präsidentin Park
Südkoreas frühere Präsidentin Park wird zum Gericht geführt (Archivbild vom 10.10.2017). FOTO: ap, JM
Seoul. Im Korruptionsprozess gegen Südkoreas frühere Präsidentin Park Geun Hye hat die Staatsanwaltschaft eine lange Haftstrafe gefordert. Die Anklage verlangte zudem eine Geldstrafe in Höhe von 118,5 Milliarden Won (knapp 90 Millionen Euro) gegen die Ex-Staatschefin.

Die heute 66-Jährige soll zusammen mit ihrer langjährigen Vertrauten Choi Soon Sil von drei südkoreanischen Konzernen - Samsung, Lotte und SK - Bestechungsgelder in Höhe von umgerechnet rund 45 Millionen Euro erhalten oder zugesagt bekommen haben. Außerdem soll sie Firmen dazu gedrängt haben, zwei von Chi kontrollierten Stiftungen umgerechnet rund 59 Millionen Euro zu spenden.

Park war im Dezember 2016 wegen des weitverzweigten Korruptionsskandals vom Parlament abgesetzt worden. Die Amtsenthebung wurde im März 2017 vom Verfassungsgericht bestätigt. Vor zwei Wochen wurde Parks Vertraute Choi wegen der Korruptionsaffäre zu 20 Jahren Gefängnis verurteilt.

(oko/AFP)
 
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