Vorwahlen der US-Demokraten in zehn Staaten: "Superdienstag": Kerry oder Edwards?
zuletzt aktualisiert: 19.02.2004 - 11:22Washington (rpo). Am 2. März gehen die Vorwahlen der US-Demokraten einem weiteren Höhepunkt entgegen, dann wird in zehn Staaten zugleich gewählt. Nach dem Ausscheiden des einstigen Favoriten im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur Howard Dean konzentriert sich an dem "Superdienstag" alles auf die verbliebenen Spitzenreiter: John Kerry oder John Edwards?
John Kerry kündigte eine zweistufige Kampagne an: Zum einen wolle er seinen innerparteilichen Rivalen John Edwards angreifen und zum anderen Amtsinhaber George W. Bush. Nach dem Ausscheiden des einstigen Favoriten Howard Dean am Mittwoch können sich jetzt nur noch Kerry und Edwards ernsthafte Hoffnungen auf eine Nominierung machen.
Kerry kündigte an, in seinem Wahlkampf keinen Staat auslassen zu wollen. "Wir kämpfen um jede Stimme", erklärte er. Besonders wolle er sich jedoch auf Ohio konzentrieren. Am 2. März stehen außerdem Vorwahlen in Kalifornien, New York, Georgia, Minnesota, Maryland, Rhode Island, Vermont, Massachusetts und Connecticut an. In den vier letztgenannten will Edwards nicht antreten; die Stimmen der dortigen 178 Delegierten sind Kerry damit bereits sicher.
Von bislang 17 Staaten gingen 15 an Kerry
Dean hatte am Mittwoch nach einem enttäuschenden dritten Platz bei den Vorwahlen in Wisconsin aufgegeben, die Kerry knapp vor Edwards gewann. Von bislang 17 Staaten gingen 15 an Kerry. Als nächstes finden am 24. Februar Vorwahlen in Utah, Idaho und Hawaii statt. Diese gelten jedoch als weniger wichtig, da in den drei Staaten insgesamt nur 61 Delegiertenstimmen zu gewinnen sind.
Die Ergebnisse bei den Parteiversammlungen und Vorwahlen bilden den Schlüssel für die Delegierten, die auf dem Wahlparteitag im Juli in Boston dann den Präsidentschaftskandidaten der Demokratischen Partei küren. Der künftige Herausforderer von Präsident Bush bei der Wahl im November benötigt für die Nominierung mindestens 2.161 Delegiertenstimmen.
Kerry verfügt nach AP-Berechnungen nach dem Sieg in Wisconsin jetzt über 608 Delegierte, Edwards kann bislang auf 190 zählen. Die beiden anderen Bewerber, Dennis Kucinich und Al Sharpton, sind weit abgeschlagen.
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