| 19.00 Uhr

Luftwaffenstützpunkt in Syrien
39 Tote bei Absturz von russischem Militärflugzeug

Moskau. Die Maschine stürzte ganz in der Nähe der Basis am Mittelmeer ab. Das russische Militär nennt technisches Versagen als Ursache.

Beim Absturz eines russischen Frachtflugzeugs auf dem russischen Luftwaffenstützpunkt in Syrien sind nach jüngsten Angaben des Verteidigungsministeriums 39 Menschen ums Leben gekommen. Bei den Toten handele es sich um 33 Passagiere und sechs Besatzungsmitglieder, teilte das Ministerium in Moskau mit. Die Maschine vom Typ An-26 sei nur 500 Meter von der Rollbahn entfernt abgestürzt, hieß es. Das russische Militär hatte die Zahl der Toten zuvor mit 32 angegeben.

Das Militär machte technisches Versagen für den Vorfall verantwortlich. Russland, der wichtigste Verbündete des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, hat in Syrien den Militärstützpunkt Hemeimim in der Nähe der Mittelmeerküste geleast. Die Basis ist weit entfernt von der Front, geriet aber im Dezember unter Beschuss. Das russische Militär betonte, das Frachtflugzeug sei nicht beschossen worden. Zugleich wurden umfassende Ermittlungen angekündigt.

Zweiter Absturz eines russischen Militärflugzeugs in Syrien

Präsident Wladimir Putin drückte den Angehörigen der Opfer sein Beileid aus, wie russische Medien unter Berufung auf seinen Sprecher Dmitri Peskow berichteten. Putin sei von Verteidigungsminister Sergej Schoigu über den Absturz informiert worden.

Es war der zweite Absturz eines russischen Militärflugzeugs in Syrien in diesem Jahr. Im Februar wurde ein Kampfflugzeug vom Typ Su-25 über der Provinz Idlib von einer Flugabwehrrakete getroffen.

Die Antonow An-26 ist ein zweimotoriges Transportflugzeug, das Ende der 1960er-Jahre in der Sowjetunion entworfen wurde. Die Produktion wurde 1986 eingestellt. In Russland und zahlreichen anderen Ländern weltweit sind aber noch immer viele Maschinen dieses Typs unterwegs. Die Nachrichtenagentur Ria Nowosti zitierte am Dienstag Generaloberst Nikolai Antoschkin, den früheren Vizebefehlshaber der russischen Luftwaffe, mit den Worten, die An-26 sei eine "verlässliche Maschine".

(se/dpa/ap)
 
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