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Syrien
Araber und Kurden verbünden sich im Kampf gegen den IS

Damaskus. Im Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) haben sich mehrere vom Westen unterstützte syrische Milizen zu einem neuen Militärbündnis zusammengeschlossen. Zu der neuen "Allianz Demokratische Kräfte Syrien" gehören neben kurdischen auch arabische Gruppen.

Neben den kurdischen Volksschutzeinheiten (YPG) gehören unter anderem auch Einheiten der moderaten Freien Syrischen Armee (FSA) an, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Montag erklärte. Das Bündnis wird demnach von dem Bündnis westlicher und sunnitisch-arabischer Staaten unterstützt, das unter Führung der USA seit mehr als einem Jahr IS-Ziele in Syrien aus der Luft angreift.

Ziel sei es, die nordsyrische Stadt Al-Rakka aus den Händen der Extremisten zu befreien. Sie gilt als heimliche Hauptstadt des IS in Syrien.

Die kurdischen Volksschutzeinheiten sind die stärkste Kraft des neuen Bündnisses. Die Milizen hatten in den vergangenen Monaten bereits größere Gebiete der Terrormiliz abgenommen. Unter anderem vertrieben sie den IS aus der Grenzstadt Kobane.

Das Bündnis ist das Ergebnis einer neuen Syrienpolitik der USA. US-Medien hatten berichtet, Washington wolle im Nordosten Syriens eine Truppe von mehr als 20.000 Kurden und bis zu 5000 Arabern fördern. Die Milizen sollten auch mit Waffen ausgerüstet werden. Zuvor war ein Programm der US-Regierung zum Aufbau einer arabischen Streitmacht gegen die syrische Regierung unter Präsident Baschar al-Assad gescheitert und Russland hatte offen auf Seiten Assads in den Krieg eingegriffen.

(dpa)
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