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Krieg in Syrien
Assads Truppen werfen offenbar Chlorgas über Ost-Aleppo ab

Beirut. Im Kampf um den von Rebellen gehaltenen Ostteil der syrischen Großstadt Aleppo setzen Regierungstruppen nach Angaben der oppositionsnahen Beobachtungsstelle für Menschenrechte wahrscheinlich Chlorgas ein.

Von Hubschraubern aus seien am Dienstag Behälter mit einer Chemikalie abgeworfen worden, bei der es sich wahrscheinlich um das tödliche Chlorgas gehandelt habe, berichtete die Gruppe. Der Einsatz des Giftgases habe zu Atembeschwerden bei Bewohnern der belagerten Stadt geführt. Unter Berufung auf lokale Quellen berichtete die in London ansässige Beobachtungsstelle, es seien mindestens vier Behältnisse mit der Substanz über verschiedenen Stadtvierteln abgeworfen worden.

Zuvor hatte die syrische Armee die Bevölkerung in der belagerten Stadt davor gewarnt, auf die Straßen zu gehen. Seit Wiederaufnahme der Luft- und Artillerieangriffe auf Ost-Aleppo vor einer Woche starben dort der Beobachtungsstelle zufolge mindestens 141 Zivilisten. Darunter seien 18 Kinder. Hunderte Menschen seien durch russische und syrische Luftangriffe sowie Granatbeschuss verletzt worden.

Im Westteil der Stadt, der von Regierungstruppen kontrolliert wird, seien 16 Zivilisten durch Beschuss der Rebellen getötet und Dutzende verletzt worden. Die Angaben können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

 

(felt/REU)
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