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Bürgerkrieg
Syrische Aufständische gegen Kurden-Autonomie

Beirut. Nachdem Kurden im Nordirak eine autonome Region ausgerufen haben, lehnen ein Dutzend Grupper syrischer Aufständiger diese Erklärung ab. Die territoriale Einheit Syriens müsse bestehen bleiben.

Dutzende Gruppen syrischer Aufständischer haben sich gegen den kurdischen Vorstoß gewandt, ein eigenes Gebiet zu beanspruchen. In einer gemeinsamen Erklärung wiesen die Gruppen am Freitag darauf hin, dass sie "die Erklärung über eine föderale oder autonome Region" im Norden Syriens "kategorisch ablehnen" und als "gefährliche Etappe" bei einer "Aufteilung Syriens" ansähen. Die territoriale Einheit Syriens sei eine "rote Linie", die nicht übertreten werden dürfe.

Die Kurden hatten am Donnerstag eine eigene Föderation im Norden des Landes ausgerufen. Ranghohe Vertreter der syrischen Kurden sagten, die Region solle unter kurdischer Kontrolle stehen. Ziel der kurdischen Partei der Demokratischen Union (PYD) ist es, die drei kurdischen Bezirke an der türkischen Grenze - Kobane, Afrin und Dschasire - zu verbinden, um ein zusammenhängendes autonomes Gebiet zu errichten.

Zu den Unterzeichnern der Erklärung vom Freitag gehören die Gruppen Dschaisch al-Islam (Armee des Islams) und Dschaba Schamija. Die Kurden kontrollieren rund ein Zehntel des syrischen Staatsgebiets. Sie werden aber wegen des türkischen Widerstands gegen die kurdischen Autonomiebestrebungen nicht an den Genfer Friedensverhandlungen beteiligt.

(haka/AFP)
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